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„Die ÖVP-SPÖ Landesregierung hat kein Strategiekonzept wie sie dem drohenden Facharbeitermangel begegnen kann. Dabei wissen ÖVP und SPÖ, dass sich bereits im Jahre 2011 um fast 500 junge Tirolerinnen und Tiroler weniger für den Ausbildungsweg Lehre entscheiden“, erklärt LA Fritz Dinkhauser.

Dramtischer Lehrlingsrückgang bis 2016!

Aber damit nicht genug: Aufgrund der wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Entwicklung, wird es zu einem Rückgang der Lehrlinge bis zum Jahr 2016 von fast 50 Prozent im Vergleich zu heute kommen. Diese Zahlen bestätigt auch der ehemalige Regierungsberater für Lehrlingsfragen, Egon Blum. Er hat diese katastrophale Entwicklung auch dem Tiroler Landeshauptmann dargelegt.

„Derzeit ist es so, dass von den 14.000 Lehrlingen in drei Jahren 2.000 ausscheiden, weil sie die Lehre abbrechen. Das ist ein Riesenproblem für Tirol. Einerseits, weil die jungen Menschen dann ohne Ausbildung dastehen und andererseits, weil sie vom sozialen Netz abhängig sind. Die ÖVP-SPÖ Landesregierung muss aufwachen, denn es hängen Menschen, Karrieren und Schicksale dran!“, warnt LA Dinkhauser.

Jährlich 1.000 junge Tiroler ohne Schul- und Berufsabschluss!

„Das darf nicht sein und damit dürfen wir uns nicht abfinden. Diese jungen Menschen sind Tirols verlorener Goldschatz. Ihn müssen wir heben. Ganz offensichtlich haben die Rezepte der Vergangenheit, wie Karriere mit Lehre, Kopfprämien für Ausbildungsbetriebe in Millionenhöhe oder Steuererleichterung usw. keinen Umschwung gebracht. Die Lehre hat ein Image- und Karriereproblem. Daher habe ich im Landtag vorgeschlagen und beantragt, das wir ein Strategiekonzept gegen den drohenden Facharbeitermangel erarbeiten“, erklärt LA Fritz Dinkhauser seine Initiative.

Regierungsparteien ÖVP und SPÖ lehnen Kampf gegen den Facharbeitermangel ab!

Produktion„Es ist enttäuschend, obwohl ÖVP und SPÖ das Wasser bis zum Hals steht, ergreifen sie den Rettungsring nicht. Nur weil der Rettungsring von uns, der Opposition, kommt. Platter, Gschwentner & Co. machen Politik wider besseren Wissens, denn die Wirtschaft und Industrie fordern den Kampf gegen den Facharbeitermangel genauso wie wir ein. Ich bin erschüttert von dieser Ignoranz. So ist der Stillstand in der Tiroler Politik garantiert. Dem Landeshauptmann muss klar sein, dass er die Verantwortung für einen künftigen Facharbeitermangel zu übernehmen hat!“, zeigt sich LA Dinkhauser verärgert.

Ideen zur Aufwertung der Lehre und der Lehrlinge!

Ideen für die Aufwertung der Lehre gibt es genug: Eine wäre, die Pflichtschuljahre auf die Berufsschuljahre auszudehnen. Das heißt, statt 9 Jahre Pflichtschule, wie bisher, dann 12 Jahre. So würden Berufsschuljahre zu Pflichtschuljahren.

„Damit erreichen wir, dass wir mehr Lehrlinge bekommen und mehr Facharbeiter. Das hilft den jungen Menschen und den mehr als 35.000 Kleinst-, Klein- und Mittelbetrieben. Nebenbei entsteht ein besserer Bildungsstandard im Land. Zusätzlich meine ich, dass die Meisterprüfung der Matura gleichgestellt und damit ein Zugang zu Höher- und Weiterbildung ermöglicht werden soll. Bildung braucht Ausbildung und Tirol braucht Innovation. Und Innovation kommt von gut ausgebildeten Mitarbeitern!“, sagt LA Dinkhauser.

Foto: Paul Georg Meister, pixelio.de