Postkasten

„Platter hat gesagt, er ist fuchsteufelswild wegen der Postämter-Schließung. Nach 77 Postämtern in den Jahren zuvor, werden jetzt noch einmal 45 Postämter in Tirol zu gesperrt und kein einziges in Wien! Im Parlament haben SPÖ und ÖVP die Mehrheit. Hier könnten sie die Postämter-Schließungen verhindern, machen sie aber nicht. Dafür ziehen sie eine billige Polit-Show ab: Auf Bundesebene tun SPÖ und ÖVP nichts gegen das Zusperren, auf Landesebene machen sich ÖVP und SPÖ dann aber stark“, ärgert sich LA Fritz Dinkhauser.

Billige Polit-Show von ÖVP und SPÖ

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol weist ÖVP und SPÖ auf ihre Aussagen beim Beschluss des All-Parteienantrages gegen den Kahlschlag bei den Postämtern – eingebracht auf Initiative der Liste Fritz – im Tiroler Landtag hin. Laut Landtags-Protokoll, hat ÖVP Klubobmann Josef Geisler gemeint, dass „wir auch unseren Landeshauptmann, unsere Landesregierung damit unterstützen, ihre Argumente bei der Bundesregierung, bei den zuständigen Stellen im Bund verstärkt durchzubringen“. Und sein SPÖ Klubobmann Kollege Ernst Pechlaner hatte den All-Parteienantrag als „klares, deutliches und starkes Signal“ bezeichnet. Und Pechlaner weiter: „Wir werden als Sozialdemokratie solchen Entwicklungen nie die Zustimmung geben“.

Postämter-Kahlschlag ist Verrat an den Bürgern!

„Offensichtlich ist so ein All-Parteienantrag nichts wert. Immer wieder hat die Politik versprochen, dass keine Postämter mehr geschlossen werden, um dann das Gegenteil zu tun. So ist Politik Lug und Trug! Ein Verrat an den Bürgern! Jeden Tag wird das Wort gebrochen! Ich habe Gutachten beauftragt, die nachweisen, dass nicht alle jetzt geschlossenen Postämter unwirtschaftlich sind. Die Bürgermeister wissen, dass ohne gleichwertigen Ersatz kein Postamt zu schließen ist. Post-Partner sind kein gleichwertiger Ersatz“, sagt LA Fritz Dinkhauser.

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol stellt klar, der Staat ist verpflichtet soziale Dienstleistungen anzubieten. Das sind keine Geschenke des Staates an die Bürger. Dafür bezahlen sie viele Millionen Steuergeld. Milliarden werden in staatsnahen Betrieben verbrannt: Bei der AUA rund eine Milliarde, bei den ÖBB 600 Millionen, beim Flughafen Wien rund eine Milliarde oder bei den riskant veranlagten Steuergeldern bis zu 600 Millionen Euro.

Geht nicht nur um Postamt, geht um Lebensnerv der Menschen!

„Wie die Bänker trotz Finanzkrise, hat auch die Politik trotz Vertrauenskrise nichts gelernt. Es geht mehr verloren als hier ein Postamt und dort ein Postamt, es geht der Lebensnerv der Menschen verloren. Die Bürger brauchen Plätze und Orte um sich zu treffen, um miteinander zu kommunizieren. Solche Strukturen, die mutwillig zerschlagen werden, sind nicht mehr aufzubauen. Es kann nicht immer nur um Geld und Wachstum gehen, es braucht soziale Verantwortung! Dieser brutale Weg der kalten Privatisierung ist der falsche Weg. So wird die Politik zum reinen Schleppenträger der Wirtschaft!“, ist LA Dinkhauser besorgt.