Lehrling

In Tirol gibt es derzeit mehr als 15.000 Arbeitslose, darunter mehr als 3.000 Jugendliche ohne Arbeit. Dazu mehr als 2.000 Tiroler in Schulungen und rund 5.000 in Kurzarbeit. Die OECD befürchtet eine Rekordarbeitslosigkeit von bis zu 10 %. Auch in Tirol wird die Arbeitslosigkeit laut AMS weiter steigen.

„Die dramatisch steigende Arbeitslosigkeit war absehbar, daher haben wir einen Sonderlandtag zum Kampf gegen die Arbeitslosigkeit einberufen. Bundes- und Landesregierung haben angekündigt, kein Jugendlicher bleibe ohne Lehrstelle. Wo ist die Umsetzung dieses Versprechens? Wir wollen, dass kein Tiroler Jugendlicher ohne Bildungs- und Berufsabschluss ist und haben daher im Landtag eine Garantieerklärung für umfassende Beschäftigungs- und Bildungsangebote für Tirols Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren für die Dauer von 3 Jahren verlangt. Gestern im Ausschuss haben ÖVP und SPÖ alle Ideen abgelehnt, die sicherstellen, dass kein Tiroler Jugendlicher ohne sinnvolle Beschäftigung ist!“, sagt Fritz Dinkhauser.

Kein Platz für konstruktive Ideen bei ÖVP und SPÖ

Diese Vorschläge der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol haben ÖVP und SPÖ abgelehnt:

  • Die Erstellung eines detaillierten Konzepts durch die Landesregierung
  • Bereitstellung von finanziellen Mittel für diese JugendmaßnahmeAnalyse der Betroffenen- und Bedarfssituation der 15 bis 25-jährigen
  • Erstellung eines Termin- und Durchführungs-Stufenplans
  • Schaffung von „Behalteanreizen“ für Jugendliche von 15 bis 25 Jahren für Tiroler Unternehmen
  • Möglichkeit einer kostenlosen Laufbahnberatung bzw. Kompetenzenbilanz für alle betroffenen Jugendlichen
  • Aufstockung der Anzahl der Lehrlings- und Ausbildungsplätze in sämtlichen Einrichtungen des Landes (sowohl in der Landesverwaltung als auch in den landeseigenen und -nahen Unternehmen (wie TIWAG, ASFINAG Alpenstrassen GmbH, VVT, Congress und Messe Innsbruck, Hypo Tirol Bank AG, TILAK, UMIT, Landestheater, Landesmuseum, Landesimmobilien-Bau- und Sanierungs-GmbH uva.) und der 279 Tiroler Städte & Gemeinden
  • Bei sämtlichen konjunkturbelebenden Maßnahmen des Landes ist auf die Einstellung insbesondere von Jugendlichen von 15 bis 25 Jahren Rücksicht zu nehmen (zB Konjunkturprogramm in den Gemeinden)
  • Sämtliche Wirtschaftsförderungsmaßnahmen des Landes sollen künftig auch der Sicherung und Erhaltung von Arbeitsplätzen für Jugendliche dienen.

Regierungs-Politik auf Kosten der Bürger

„Dieser Politik- Stil, alle Ideen und Vorschläge der Opposition abzulehnen und sie an der ausgestreckten Hand verhungern zu lassen, ist zum Scheitern verurteilt. Es verhungert nicht die Opposition, es verhungern die Menschen. Die Leidtragenden sind die Tirolerinnen und Tiroler, darüber kann ein noch so langer Festumzug nicht hinwegtäuschen. Die Aufgabe der Politik ist gemeinsam für die Ärmsten zu sorgen. Es geht nicht um die Brüskierung der Opposition, es geht um einen Schlag ins Gesicht der Menschen, die keine Arbeit haben und verzweifelt Arbeit suchen. Sie haben Angst und Sorge, sie warten auf einen Schulterschluss der Politik. Sie brauchen Perspektive und Hoffnung!