Tafel in der Schule

„Wir sind mit der Forderung für die Ganztagsschule in Tirol angetreten und stehen dazu, weil sie aus unserer Sicht absolut Sinn für Kinder, Eltern und Lehrer macht. Unsinnig dagegen ist der SPÖ-Vorschlag, wonach es eine Ganztagesschule pro Bezirk geben soll”, sagt Klubobmann LA Bernhard Ernst.

SPÖ-Vorschlag nach einer Ganztagesschule pro Bezirk unausgegoren!

“Dieser Vorschlag ist völlig unausgegoren, weil ihm rechtliche, praktische und finanzielle Probleme entgegenstehen. Er ist unsozial, weil er zu Lasten und auf Kosten der Tiroler Eltern geht. Einen so  wenig durchdachten Vorschlag in die die Bildungsdebatte zu werfen, zeugt von Unkenntnis oder Unsachlichkeit, beides tut der Bildungsdebatte ganz sicher nichts Gutes“, erklärt Klubobmann LA Bernhard Ernst

Eine Ganztagesschule pro Bezirk bringt folgende Probleme:

  • Rechtliches Problem: Das Tiroler Schulsystem ist nach der Sprengelregelung organisiert. Ein Wechsel von einem Schulsprengel in den anderen ist nur in seltenen Ausnahmefällen möglich und mit zusätzlichen Kosten verbunden.
  • Finanzielles Problem: Laut Schulorganisationsgesetz darf der Schulerhalter bei Wechsel des Schulsprengels die Kosten für den Schulbesuch an die jeweilige Heimatgemeinde überwälzen. Diese wird die Kosten an die Familien weitergeben.
  • Praktisches Problem: Eine Ganztagesschule pro Bezirk ist eine gewaltige infrastrukturelle Herausforderung für diese Ganztagesschule oder dieses Ganztages-Schulzentrum. Ohne massive Investitionen in den Ausbau ist es sicher möglich. Zudem sollte die Ganztagesschule wohnortnah und nicht irgendwo weit weg sein, was zu neuen Belastungen für die Eltern führt.

Ganztagesschule wohnortnah…

„Statt einer Ganztagesschule pro Bezirk braucht es ein möglichst wohnortnahes Ganztagesschul-Angebot. Nehmen wir den Bezirk Innsbruck-Land als Beispiel: Bei einer Schule zwischen Schmirn und Scharnitz sowie Flaurling und Fritzens werden Eltern zu Taxifahrern für ihre Kinder oder Gemeinden müssen ein Shuttle-Service anbieten, was finanziell wieder zu Lasten der Eltern gehen wird”, argumentiert LA Ernst.

und nicht auf Kosten der Eltern!

“Auch sonst hat die SPÖ das finanzielle Problem für die Eltern offensichtlich nicht bedacht, denn es ist absolut unsozial, dass die Eltern zur Kasse gebeten werden. Erst recht, wo sich viele Tiroler Familien angesichts der schlechtesten Einkommen in Tirol und der höchsten Kosten fürs Leben und Wohnen ohnehin sehr schwer tun. Der SPÖ-Vorschlag geht ganz eindeutig zu Lasten und auf Kosten der Eltern und Gemeinden!“, stellt Klubobmann Bernhard Ernst klar.