Skifahrer

Auf Initiative der Grünen hat der Tiroler Landtag in der Aktuellen Stunde das Thema “Voller Spaß und halber Stau – Die Tiroler Bergwelt mit öffentlichen Verkehrsmitteln erleben“ debattiert. Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol hat Sozialsprecherin LA Andrea Haselwanter-Schneider auf die zu hohen Kosten beim Öffentlichen Nahverkehr und auf die für Familien kaum leistbaren Schiangebote aufmerksam gemacht sowie ein bessere Förderung der Kleinst- und Kleinschigebiete gefordert.

Schifahren darf für Tiroler Familien nicht zum Luxusgut werden!

„Tiroler Familien können sich das Schifahren im eigenen Land immer schwerer leisten. Ein Blick auf die Kartenpreise mittelgroßer Schigebiete – bewusst keine Luxusschigebiete – zeigt, dass eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern in der Axamer Lizum 93 Euro für die Familientageskarte bezahlen muss, in Galtür 68 Euro. Das ist schlichtweg zu viel!“, rechnet Sozialsprecherin LA Andrea Haselwanter-Schneider vor.

93 € für die Familientageskarte – familienfreundlich, Herr Platter?

“Schikarten zwischen 70 und mehr als 90 Euro können sich wenige Familien öfter leisten. Denn zum KArtenpreis kommt noch dazu, dass Eltern und Kinder noch keinen Liter Diesel getankt oder ein Öffi-Ticket bezahlt haben, noch keine vier Teller Spagetti gegessen haben und noch keine Schi oder Schischuhe gekauft oder ausgeliehen haben. Herr Platter, ihr Versprechen vom familienfreundlichsten Bundesland ist zerplatzt, dabei sind die schifahrenden, einheimischen Kinder die Zukunft im Tourismusland Tirol”, ist Haselwanter-Schneider überzeugt.

Stärkere Landesförderungen für Kleinst- und Kleinschigebiete

“Daher sind die Kleinst- und Kleinschigebiete im Land von der Landesregierung stärker zu fördern. Dort lernen die Kinder Schi fahren, dort können sie am Nachmittag für ein paar Stunden hingehen, dort können es sich Familien noch leisten. Eine Investitionsförderung allein, wie derzeit von der Landesregierung vorgesehen, ist für diese Schilifte aber zu wenig, weil ihnen oft das Eigenkapital für neue Millionen-Investitionen fehlt“, stellt LA Andrea Haselwanter-Schneider klar.

Ein Bus der VVTTicketpreise fürs Bus- und Bahnfahren zu teuer

„Die ÖVP wird ja nicht müde Herrn Steixner zu loben, weil er mit dem vom Tiroler Landtag genehmigten Steuerzahler-Millionen das Bus- und Bahn-Angebot ausgebaut hat. Wir tragen das auch mit, aber wir wollen jetzt günstigere Tickets. Allein im letzten Jahr haben wir fünf Landtagsanträge für günstigere Öffi-Tickets für Schüler, Lehrlinge und Studenten, für Senioren und für alle im Großraum Innsbruck gestellt, aber alle haben ÖVP und SPÖ abgelehnt”, zeigt Haselwanter-Schneider auf.

Öffi-Seniorenticket: Soziale Staffelung fehlt!

“Jetzt wird um viel Steuergeld ein Seniorenticket ab 60 Jahren angeboten, ganz egal, ob der Senior eine Mindestpension oder eine Managerpension bezieht. Wir wollten eine soziale Staffelung haben, wer eine höhere Pension hat, zahlt mehr, wer weniger hat, zahlt weniger. Dann könnte man auch Härtefällen wie Frühpensionisten ein günstigeres Angebot unterbreiten”, kämpft Haselwanter-Schneiderw eiter für diese Idee der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol.

Öffi-Jugendticket: Fünf Mal teurer in Tirol als in Wien!

“Fakt ist außerdem, dass derzeit die Tiroler Schüler und Lehrlinge fünf Mal mehr zahlen müssen als ihre Altersgenossen in Ostösterreich. Dort fahren Schülern und Lehrlinge ganzjährig um 60 Euro, bei uns um bis zu 290 Euro. Dort haben sich die Landesregierungen 400 Millionen Euro vom Bund für ihr günstiges Öffi-Jugendticket geholt, bei uns hat das die Tiroler Landesregierung nicht zusammengebracht“, will sich LA Andrea Haselwanter-Schneider weiter für ein günstiges Öffi-Jugendticket einsetzen.