LKW-Verkehr auf der Autobahn

„Wir stehen zum Bürgerprotest, weil die Verkehrs- und Lärmbelastung sowie die Luftverschmutzung in Tirol Jahr für Jahr zunehmen. Im größten Luftsanierungsgebiet Europas leben mehr als 20.000 Kinder, Atemwegs- sowie psychische Erkrankungen nehmen laut Fachärzten zu. Ein Gesamtkonzept, um diesen Problemen Herr zu werden, gibt es nicht, der Platter-Regierung fehlt die Solidarität mit ihren Bürgern. Das Maß ist voll, es geht um Leib und Leben, es ist die Notbremse zu ziehen“, stellen LA Fritz Dinkhauser und Klubobmann LA Bernhard Ernst fest.

NEU auf fritztv:

Transit – es stinkt zum Himmel

Politik betreibt doppeltes Spiel Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol zeigt die Doppelbödigkeit der schwarz-roten Landes- und rot-schwarzen Bundespolitik auf: Einerseits finanzieller Nutznießer andererseits angeblicher Bekämpfer des steigenden Verkehrs.

  1. Je mehr Maut durch immer mehr LKW auf der Autobahn hereinkommt, umso mehr Geld kann in Platters-Lieblings-Milliardenprojekt Brenner Basistunnel fließen.
  2. Je mehr Großtankstellen in Tirol aus dem Boden schießen, umso mehr Steuergeld fließt nach Wien.
  3. Je mehr Riesenparkplätze für die internationale LKW-Flotte da sind, umso mehr wählen diese Strecke.

“Es passt nicht zusammen, einerseits von immer mehr Verkehr kräftig zu profitieren und andererseits den Bürgern vorzugaukeln, gegen die Lärmbelastung und Luftverschmutzung vorzugehen. Die Platter-Regierung hat Vorschläge für konkrete Sofortmaßnahmen abgelehnt und hat seit 10 Monaten beim abgelehnten sektoralen Fahrverbot nichts weitergebracht”, erklärt LA Bernhard Ernst.Achtung SchildKonkrete FRITZ-Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung – ein Auszug:

  1. Maut angleichen: Trotz Europaregion, Dreierlandtags- und Landtagsbeschlüssen, noch immer gibt es keine gleiche Maut nördlich und südlich des Brenners. So kostet die LKW-Maut (4-Achser, Euro-Klasse 3) für 110 km in Nordtirol zwischen € 0,84 (Tag) und € 1,38 (Nacht) aber für die doppelte Strecke von 224 km in Italien gerade einmal € 0,15!
  2. Leerfahrten verbieten: durch Einführung eines Mindestgewichts machbar, bis zu 20% Transitfahrten vermeidbar
  3. Nachtfahrverbote und Lärmschutz: dort, wo zum Schutz der Bevölkerung nötig, sofort umsetzbar
  4. Schienen-Güterverkehr verbessern: auf italienischer Seite findet der Güterverkehr auf der Eisenbahn nicht an 7 Tagen die Woche statt. Durch eine Ausweitung ist mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern.

Zum Nachlesen:

  • Antrag “Stopp der Transitbelastung: 12 konkrete Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung”, ABGELEHNT von ÖVP und SPÖ

Offensive für den Nahverkehr: Günstiger Bus und Bahn fahren!

„Zur schlechten Luft tragen auch die PKW-Fahrer bei. Daher haben wir im Landtag eine Offensive beim Nahverkehr beantragt: Bus uns BAhn fahren muss attraktiver werden, weniger zahlen muss das Motto heißen: Das geht mit einem 1-Euro-pro-Tag-Ganzjahres-Öffiticket im Großraum Innsbruck sowie einem 60-Euro-Ganzjahres-Öffiticket für Schüler und Lehrlinge. Bus- und Bahn-Fahren ist umweltfreundlicher, aber es muss günstiger werden, was in Ostösterreich geht, muss auch in Tirol möglich sein. In Wien, Niederösterreich und dem Burgernland zahlt der ÖVP-Minister 400 Millionen Euro für das Schüler- und Lehrlingsticket dazu, Tirol darf nicht leer ausgehen. Platter und Co. sind gefordert“, stellt sich Fritz Dinkhauser vehement gegen eine Schlechterstellung der Tiroler.