Kind

Untragbare Situation für Betroffene Eltern und Kinder

Als nur die Spitze des Eisberges bezeichnet Bernhard Ernst den nun bekannt gewordenen Fall eines autistischen Schülers, der mit seiner Mutter einen regelrechten Marathon auf sich nehmen muss, um der von ihm verlangten Schulpflicht nachzukommen.

„Bis heute wird in Tirol die Situation von Kindern mit Handicap am Rücken der Eltern ausgetragen. Bildungslandesrätin Palfrader sowie der Fachinspektor Federspiel tragen die volle Verantwortung, dass die Betroffenen nur in den seltensten Fällen zu ihrer Zufriedenheit in den Schulunterricht integriert werden können“, klagt LA Bernhard Ernst die derzeit für die Betroffenen untragbare Situation an.

Mehr Planstellen notwendig

Landesrätin Beate Palfrader erklärt, dass im Schuljahr 2009/2010 insgesamt 2.250 Kindern bescheidsmäßig ein Förderbedarf attestiert wurde. Damit bräuchte das Land Tirol 703 Planstellen. Derzeit gäbe es aber nur 592 Stellen. Diese fehlende Zahl zeigt, dass sich die ÖVP-Politiker Platter und Palfrader in Wien nicht durchsetzen und daher bei den Schwächsten der Schwachen gespart wird. Diese Politik ist von ihrem christlich-sozialen Ansatz meilenweit entfernt.

Gelebte Integration – Reutte macht es vor

„Der Tiroler Bezirk Außerfern gilt im Bereich der Inklusion, also der Integration von Kindern mit Handicap in das Regelschulwesen, europaweit als Vorzeigeregion. In Reutte versteht sich der Leiter des Sozialpädagogischen Zentrums als Ratgeber und Begleiter von Eltern, den Betroffenen, den jeweiligen Schulen und deren Lehrpersonal, um die bestmögliche Betreuung für die betroffenen Kinder zu erreichen. Dabei ist es notwendig, dass alle Beteiligten bereit sind, sehr individuelle und abgestimmte Lösungen für die Betroffenen zu finden und umzusetzen. Die Internationale Reputation und Vortragstägigkeit des SPZ-Leiters bestätigt diesen Erfolgsweg“, erklärt Bernhard Ernst.

“Modell Reutte” in ganz Tirol umsetzen

Für das Bürgerforum Tirol – Liste Fritz ist die Ausweitung des “Modells Reutte” oberstes Gebot der Stunde.

„Es ist für uns absolut unverständlich wieso das Erfolgskonzept Reutte nicht schon längst in den restlichen Tiroler Bezirken umgesetzt worden ist. Palfraders Politik der Doppelbödigkeit lehnen wir striktestens ab. Einerseits wird der Ausbau von Sonderschulen in Tirol mit massiven Geldmitteln betrieben und andererseits fehlt das notwendige Geld für Stützlehrer und weitere konkrete Maßnahmen. Damit stellt sich die Landespolitik auch gegen die Bundesverfassung, die Kindern das Recht auf Integration garantiert. Zusätzlich verstoßen die Tiroler ÖVP-Politiker damit gegen die im letzten Landtag beschlossene Kinderrechte in der Landesverfassung. Integration ist ein Grundrecht. Die Politik ist aufgefordert die Rahmenbedingungen zu schaffen“, stellt Bernhard Ernst klar.