Innkraftwerk Telfs

„Landeshauptmann Platter spielt – das Fukushima-Drama ausnützend – den starken Mann, um im Schatten dieser Tragödie konzeptlos in Tirol Wasserkraftwerke durchzuboxen”, erklärt Klubobmann und Energiesprecher LA Bernhard Ernst.

Innkraftwerk Telfs noch nicht entscheidungsreif!

“Landeshauptmann Platter sollte wissen, dass es für das Innkraftwerk Telfs kein eingereichtes Projekt gibt. Die Projektbetreiber haben ihr Kraftwerk bewusst nach unten dimensioniert, um die Pflicht zu einer Umweltverträglichkeitsprüfung zu umgehen. Das Projekt nutzt das Energiepotential nur zum Teil, auch die Anrainergemeinde Rietz ist gegen das Projekt, das nach wie vor Eingriffe in den geschützten Naturraum verursacht. Das Innkraftwerk Telfs konterkariert das mit Mitteln des Landes Tirol geförderte Projekt „DER INN“ (in Kooperation mit dem WWF). Gesetze haben für alle zu gelten, was sich Landeshauptmann Platter wünscht spielt keine Rolle. Für die Lebensader Inn braucht es ein ganzheitliches Konzept, dass mit Bürgern, Gemeinden und Umweltverbänden zu erarbeiten ist“, meint LA Ernst.

Liste FRITZ: Umfassendes Energiekonzept für Tirol notwendig!

„Landeshauptmann Platter begnügt sich mit dem Klopfen flotter Sprüche statt starke Taten folgen zu lassen. Dabei wiederholt er den Fehler seines Vorgängers und macht sture Kraftwerkspolitik statt moderner Energiepolitik. In Tirol fehlt eine an den Bürgern orientierte Energiepolitik, wie Platters Drüberfahren über das klare Bürgervotum in Neustift im Stubaital zuletzt wieder bewiesen hat. Das Ziel des Landes müsste Versorgungssicherheit für die Tiroler Unternehmen und Haushalte heißen“, sagt Energiesprecher LA Bernhard Ernst.

Bündel an Maßnahmen für eine moderne Energiepolitik:

  • Energie sparen in Haushalten und Unternehmen: Auf- und Ausbau von Energiesparberater für Beratung vor Ort
  • Effizienz-Maßnahmen durch modernes Haustechnik- und Stromverbrauchsmanagement
  • Optimierung der 700 Kleinwasserkraftwerke in Tirol
  • Umfassender Ausbau der Trinkwasserleitungen mit Trinkwasser-Kraftwerken
  • Nutzung von 10.000 Tiroler Dächern für Photovoltaik (=Sonnenstrom)-Anlagen
  • Schaffung eines vernünftigen Photovoltaik-Einspeisetarifes → mindestens 15 Cent für 60 Monate garantiert
  • Änderung des Netzgesetzes um Überschussstrom an Nachbarn liefern zu dürfen

    Energie sparen = sauberer Strom!

„Es gibt zahlreiche Ansätze für eine moderne Energiepolitik in Tirol, die Landeshauptmann Platter nur aufgreifen muss. Energie sparen bringt den Tirolern auch in ihren Geldtaschen etwas. Allein durch Vermeidung von Stand-by-Betrieb lassen sich pro Haushalt 70-100 Euro pro Jahr einsparen. Die beste Kilowattstunde sauberer Strom ist die eingesparte. Platter, Steixner und Co. müssen es nur wollen und die TIWAG auch dementsprechend in die richtige Richtung lenken statt bei jeder sich bietenden Gelegenheit flotte Sprüche zu klopfen“, stellt LA Bernhard Ernst klar.