Die Hypo Tirol Bank Zentrale in Innsbruck

Hypo Bank umbenennen, Probleme vom Tisch?

“Wäre das Finanzdebakel mit mehr als 330 Millionen Euro Landesvermögen, das die Hypo Tirol Bank in den letzten Jahren in den Sand gesetzt hat, für die Tiroler nicht derart ernst, man müsste heute einen Lachanfall bekommen. Landeshauptmann Platter regt allen Ernstes an, die Hypo Bank solle sich umbenennen, nach dem Motto ´Neuer Name, Problem gelöst`. Es spricht Bände, wenn Platter als zuständigem Eigentümervertreter nach einem Bericht des Bundesrechnungshofes, der das Finanz-Desaster der Tiroler Landesbank haarklein aufbereitet, als einzige Reaktion einfällt, den Namen der Landesbank zu ändern”, schüttelt FRITZ-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider den Kopf.

ÖVP-Politik: Ablenken, zudecken, kaschieren!

Logo und Fassade der Hypo Tirol Bank Zentrale“Es ist geradezu typisch für den Umgang der ÖVP mit der Landesbank, wie jetzt die Missstände zugedeckt und mit einer Namensänderung kaschiert werden sollen. Wir werden alles dafür tun, dass es keine Ablenkungsmanöver, sondern eine lückenlose Aufklärung gibt, wer für die aufgezeigten Missstände, Fehlentscheidungen und Millionenkosten zu Lasten der Tiroler Steuerzahler politisch verantwortlich ist”, versichert Landtagsabgeordnete Andrea Haselwanter-Schneider.

Liste FRITZ: Erstmals 2008 vor Risikogeschäften der Hypo-Bank gewarnt!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol hat vor sechs Jahren, am 4. November 2008, erstmals auf die Risikogeschäfte der Tiroler Landesbank Hypo aufmerksam gemacht und davor gewarnt. Zwei Landtagsanträge dazu wurden abgelehnt, drei ausgesetzt und nie behandelt, erst mit der Sonderprüfung durch den Bundesrechnungshof konnten wir uns mit den anderen Oppositionsparteien durchsetzen. Das Ergebnis dieser Prüfung zeigt die Details zum Finanz-Desaster.

Zum Nachlesen:

  • Auszug der FRITZ-Initiativen in der Causa Landesbank Hypo Tirol

Politische Verantwortung klären, Schuldige zur Rechenschaft ziehen!

“Wir sind derzeit in Gesprächen mit anderen Parteien, wie wir die politische Verantwortung für dieses Millionen-Debakel zu Lasten der Tiroler am besten aufklären können und dabei die Arbeit der Landesbank Hypo nicht über Gebühr beeinträchtigen. Klar ist, dass wir von jenen ÖVP-Verantwortlichen, die die Organe der Hypo Bank maßgeblich bestellt und eingesetzt haben, Rechenschaft verlangen”, erläutert Andrea Haselwanter-Schneider.

Vertrauen der Tiroler in Landespolitik steht massiv auf dem Spiel!

“Klar ist, dass die Landeshauptleute Herwig van Staa und Günther Platter als Eigentümervertreter die politische Verantwortung tragen und aus unserer Sicht Teil des Problems Hypo Bank und nicht Teil der Lösung sind. Auch die Verantwortung der eingesetzten Vorstände sowie die Rollen der beiden Aufsichtsratsvorsitzenden Helmut Mader und Wilfried Stauder gilt es genau anzuschauen. Besonders interessieren uns auch die Mehrfachfunktionen von Wilfried Stauder als Leiter des Hypo-Prüfungsausschusses, als Aufsichtsrat, als ÖVP-Landtagsabgeordneter und Wirtschaftssprecher sowie als Aufsichtsratsvorsitzender der Hypo Bank. Wenn die Tiroler nicht jedes Vertrauen in die Landespolitik verlieren sollen, dann ist es nach einem derartigen Finanz-Desaster nicht mit einer Namens-Umbenennung und dem Austauschen von ein paar Türschildern getan”, ist Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider überzeugt.

Zum Nachlesen:

  • Bundesrechnungshof-Bericht zur Landesbank Hypo Tirol (Kurzfassung), 04. Dezember 2014
  • Prüfauftrag an den Bundesrechnungshof samt Fragenkatalog, 15. Dezember 2011