Hypo Tirol Bank Zentrale in Innsbruck

Die EU genehmigt einen 220 Millionen €-Sonderzuschuss aus der TIWAG – sie muss dafür Kredite aufnehmen – für die Landesbank Hypo unter wesentlichen Auflagen.

ÖVP-Hypodebakel: In 3 Jahren mehr als 300 Mio. € Steuergeld vernichtet!

“Im Sinne der Mitarbeiter und Kunden ist das grüne Licht aus Brüssel gut, zumal die ÖVP-SPÖ Landesregierung keinen Plan B hatte. Allerdings macht es auch das ganze Ausmaß des von der ÖVP zu verantwortenden Finanzdebakels bei der Landesbank Hypo Tirol sichtbar. Weil von der ÖVP geholte Manager unter den Augen der von der ÖVP maßgeblich besetzten Kontrollorgane innerhalb von nur drei Jahren mehr als 300 Millionen Euro Volksvermögen in den Sand gesetzt haben, braucht die Hypo eine Millionen-Finanzspritze und bekommt diese nur unter wesentlichen Auflagen”, stellt LA Fritz Dinkhauser klar.

Hypo-Debakel und die ÖVP-Wirtschaftskompetenz!

“Die Tiroler Steuerzahler zahlen die teure Zeche für die nicht vorhandene Wirtschaftskompetenz der ÖVP. Und da rühmt sich Platter noch, dass die EU den Sonderzuschuss genehmigt hat. Platter rühmt sich also, dass er das brennende Haus, sprich die Hypo, mit unserem eigenen Wasser, sprich Steuergeld, löschen darf”, erläutert Fritz Dinkhauser.

Landesbank unter Vormundschaft der EU!

“Die Landesbank steht unter Vormundschaft der EU, sie wird auf ein Regionalinstitut zusammengeschrumpft, ihre Bilanzsumme drastisch reduziert, sie darf gewisse Geschäfte nicht mehr machen und Geld an das Land nur unter bestimmten Voraussetzungen auszahlen. Im Klartext, wird aus der Landesbank jetzt eine Bank mit einem kleineren Markt und weniger Geschäftsmöglichkeiten, die aber trotzdem Millionen-Gelder aus eigener Kraft zurückzahlen soll”, skizziert Fritz Dinkhauser.

220 Mio. € zahlen Tiroler Steuerzahler!

“Diese Quadratur des Kreises kann nicht funktionieren und so bricht Platter ein weiteres Versprechen, nämlich jenes, wonach die 220 Millionen aus der TIWAG nur geliehen, aber nicht geschenkt seien. Die 220 Millionen werden sich als verlorener Zuschuss der Tiroler Steuerzahler herausstellen! Wenn das laut Platter ´die Bestätigung des eingeschlagenen ÖVP-Weges` ist, müssen sich die Tiroler Steuerzahler wirklich fürchten“, meint Fritz Dinkhauser.

Zum Nachlesen: “Hypo muss für Geldspritze abspecken”, Tiroler Tageszeitung 05. Okotber 2012

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Wer wusste was? Rolle Stauders ist zu hinterfragen

“Platter sowie sein Oberexperte und ÖVP-Wirtschaftssprecher Stauder wollen von einer gründlichen Aufarbeitung aber nichts wissen. Überhaupt ist die Rolle des heutigen Vorsitzenden des Hypo-Aufsichtsrates, Stauder, zu hinterfragen. Stauder war von 2008 bis 2010 Leiter des Hypo-Prüfungsausschusses und musste von den Hypo-Geschäften wissen”, ist für Fritz Dinkhauser die Vergangenheitsbewältigung noch nicht abgeschlossen.

Peinlich! EU verlagt mehr Experten im Hypo-Aufsichtsrat

“Wie mangelhaft die Kontrolle bei der Hypo bisher war, beweist auch, dass die EU künftig mehr Experten im Hypo-Aufsichtsrat verlangt. Das ist eine Peinlichkeit für die ÖVP, die die Mitglieder des Aufsichtsrates bisher ausgesucht und bestellt hat und eine Bankrotterklärung für die Wirtschaftspolitik der ÖVP”, sagt Fritz Dinkhauser.

Hintergrund & Wissen: Alles zum ÖVP Finanzdesaster bei der Landesbank Hypo Tirol