Pflege alte Frau

Morgen ist Welthospiztag. Jedes Jahr sterben in Tirol rund 5.000 Menschen. Darunter viele, die an unheilbaren Krankheiten gelitten haben. Der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol ist eine menschenwürdige, ideale Versorgung der schwerstkranken und sterbenden Menschen in diesem Land ein besonderes Anliegen. Seit Jahren wird geredet, außer Ansätze und Bestrebungen für die Zukunft, die palliative Versorgung der Menschen in den Bezirken auszubauen, ist nichts passiert.

Ausbau-Konzept liegt seit 3 Jahren am Tisch. Endlich umsetzen!

„Bei der Hospizversorgung ist Tirol Schlusslicht! Es gibt zwar ein 25 Seiten starkes „Konzept Tirol“ aus dem Jahr 2006, das Bestand und Lücken aufzählt, aber es fehlt der Wille zur Umsetzung. Es gibt eine stationäre Einrichtung im Zentralraum Innsbruck und demnächst eine Palliativstation angegliedert an das BKH Reutte. Einrichtungen für die letzte Lebensphase sollen möglichst nahe am Wohnort sein. Langfristig sind 44 Palliativbetten in Tirol geplant. Die Umsetzung des Hospizkonzeptes geht aber zu langsam, die Betten braucht es eher gestern als morgen. Es ist klar, dass der Ausbau der Hospizversorgung keine kostensparende Maßnahme ist, daher braucht es – nach Jahren des Redens – endlich ein klares Bekenntnis von Seiten der ÖVP-SPÖ Landesregierung. Unsere Unterstützung hat sie!“, sagt Fritz-Sozialsprecherin Dr. Andrea Haselwanter-Schneider.

Dank an Ehrenamtliche – mehr Geld für Weiterbildung!

Die Liste Fritz hält fest, dass es eine recht gute ambulante Versorgung mit sehr viel Engagement von Ehrenamtlichen gibt, denen an dieser Stelle einmal ein ganz großes Dankeschön und Lob ausgesprochen sei. Ein bestehendes Manko ist die Fort- und Weiterbildung besonders der Mitarbeiter in Alten- und Pflegeheimen. Sie brauchen finanzielle Unterstützung vom Land.

„Sterben ist noch immer ein Tabuthema. Gerade Schwerkranke und Sterbende brauchen aber Unterstützungsangebote in dieser für sie und ihre Angehörigen besonders belastenden Zeit des Abschiednehmens. Eine Statistik aus dem Jahr 2005 zeigt, dass in weniger als 60% der Pflegeheime Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Pallitativpflege angeboten werden bzw. das Personal in diese Lehrgänge geschickt wird. Wir fordern eine finanzielle Unterstützung vom Land, damit mehr Pflegepersonen in solche Lehrgänge entsandt werden können und insgesamt auch ein größeres Angebot an solchen Aus-, Fort- und Weiterbildungen. Momentan haben wir die Situation, dass Kurzzeitpflege nur in Ausnahmefällen für Pallitativpatienten in den Heimen angeboten wird“, fordert Andrea Haselwanter-Schneider auf konkrete Taten.