Kinder am Spielplatz

„Das neue Kinderbetreuungsgesetz ist kein Meilenstein und Tirol wird damit ganz sicher nicht das kinderfreundlichste Bundesland, wie es LH Platter in seiner Regierungserklärung angekündigt hat. Andere Bundesländer wie Wien, die Steiermark oder Oberösterreich engagieren sich in Sachen Kinderbetreuung weit mehr”, erklärt LA Fritz Dinkhauser.

Kinderbetreuung: Ganztägig, ganzjährig durchgesetzt, gratis noch nicht!

“Wir haben 3 G für eine moderne Kinderbetreuung gefordert – ganztägig, ganzjährig und gratis. Immerhin 2 G konnten wir durchsetzen. Leider wird die Kinderbetreuung künftig nicht gratis sein, obwohl jene, die sie brauchen, zum großen Teil Geringverdiener oder Alleinerziehende sind. Eine bessere und modernere Kinderbetreuung ist uns aber ein Herzensanliegen, daher setzen wir ein Signal und stimmen im Landtag dem Gesetz zu, allerdings mit viel Bauchweh“, erklärt Klubobmann LA Bernhard Ernst.

Kinderbetreuung neu wird Eltern wenig bringen!

Aus Sicht der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol wird das neue Gesetz den Eltern nicht das bringen, was sie sich für ihre Kinder erhoffen, nämlich Beruf und Familie ideal und ohne Abstriche vereinbaren zu können.

„Die Landesregierung macht einfach zu wenig Geld dafür locker. So gibt es die medial angekündigten 32 Millionen Euro nicht pro Jahr, sondern auf die Dauer von drei Jahren. Für Investitionszuschüsse, also für Neu-, Um- und Ausbauten, stehen pro Jahr 2 Millionen Euro zur Verfügung. Das ist lächerlich, allein der Kindergartenbau in meiner Heimatgemeinde Inzing hat 1,6 Millionen Euro gekostet. Um 2 Millionen pro Jahr aufgeteilt auf 279 Tiroler Gemeinden ist da nicht viel umsetzbar“, rechnet LA Bernhard Ernst vor.

Ho-Ruck-Aktion für Kinderbetreuungsgsetz als politisches Ablenkungsmanöver!

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol dient das neue Kinderbetreuungsgesetz vor allem einem politischen Zweck, nämlich von den vielen offenen Baustellen der ÖVP-SPÖ Landesregierung abzulenken.

„ÖVP und SPÖ wollen unbedingt etwas politisch Zählbares einfahren. Ob es dann in der Substanz ausgereift ist oder nicht, ist ihnen egal. Denn nach den Pleiten rund um das neue Agrargesetz, um das Debakel beim Rettungswesen, um die Aufregung bei der Tirol Milch oder um die Vorstandsgagen bei der Landesbank Hypo Tirol wird jetzt das Kinderbetreuungsgesetz in Ho-Ruck Manier durchgepeitscht. Mit einer Dringlichen Regierungsvorlage und einem Abänderungsantrag aus den eigenen Reihen. Ein so wichtiges Thema für die Zukunft unsere Kinder und Eltern sollte nicht zum Spielball für kurzfristige politische Ablenkungsmanöver missbraucht werden“, meint Klubobmann LA Bernhard Ernst.