Fahrgastraum in einem Bus

“Der öffentliche Nahverkehr ist ein zentrales Anliegen des Landes und nicht länger aufzuschieben. Am gut ausgebauten und günstigen Nahverkehr hängen etwa genügend Arbeitskräfte vor Ort, die Überlebensfähigkeit der Gemeinden und die Umsetzung des leistbaren Wohnens. Das Leben in Tirol ist ohnehin am Teuresten, auch die Spritpreise sind bei uns am höchsten”, stellt LA Fritz Dinkhauser fest.

Günstiger und gut ausgebauter Nahverkehr verhindert Abwanderung!

“Wer nicht nur im Zentralraum eine gute und günstige Bus- und Bahnverbindung hat, sondern auch in weiter entfernten Bezirken, der wird dort wohnen bleiben oder sich dort niederlassen. Ohne genügend und günstige Verbindungen, werden sich die Menschen in diesen Bezirken anders orientieren, etwa ins Allgäu, nach Süddeutschland, nach Salzburg, nach Kärnten oder nach Südtirol. Damit wandern Arbeits- und Wirtschaftskraft ab. Der Ausbau eines günstigen, öffentlichen Nahverkehrs ist eine sozial-, wirtschafts- und gesellschaftspolitische Notwendigkeit“, sagt Fritz Dinkhauser.

So teuer sind Bus und Bahn fahren derzeit in Tirol – einige Beispiele:

  • 2,60 € für eine VVT-Einzelfahrt für einen Erwachsenen von Innsbruck nach Götzens (knapp 9 km)
  • 1.500 € für ein Jahresticket für einen Erwachsenen von Kitzbühel nach Innsbruck (190 km hin & retour)
  • 306,40 € für ein Studentenjahresticket von Kössen zur FH Kufstein (50 km hin & retour)
  • 292,90 € für ein Schüler- oder Lehrlingsticket in Tirol (im günstigsten Fall)

FRITZ-Öffi-Offensive: „Mobilitätspaket Tirol“ im Landtag geschnürt:

  1. 60-Euro-Ganzjahresticket für Schüler und Lehrlinge (wie in Wien, Niederösterreich und Burgenland umgesetzt)
  2. 365-Euro-Ganzjahresticket für den Großraum Innsbruck (wie in der Stadt Wien umgesetzt)
  3. Sozial gestaffeltes, günstigeres Seniorenticket („Mindestrentner und Manager“ sollen unterschiedliche Preise zahlen)

Günstigere Tickets – explodierende Nachfrage!

“Die explodierenden Jahreskartenzahlen in Südtirol (plus 50.000 innerhalb von acht Monaten), in Wien (plus 60.000 innerhalb von fünf Monaten) und in anderen Bundesländern zeigen, dass die Menschen günstigeres Bus und Bahn fahren annehmen, es dadurch finanzierbar ist und vor allem vom politischen Willen abhängt”, führt Fritz Dinkhauser aus.

Öffentlichen Nahverkehr mit Mautgeldern querfinanzieren?

“Es gibt in keinem Bundesland so viele Mautstrecken wie in Tirol. Bei uns lukriert der Staat Millionen an Mautgeldern, Tirol zahlt viel nach Wien und bekommt verhältnismäßig wenig retour. Sicher liegt es am fehlenden Verhandlungsgeschick der Regierung Platter, wie das 60-Euro Schüler- und Lehrlings-Ticket für Ostösterreich beweist. Diese drei Bundesländer haben sich 400 Millionen Euro vom Bund geholt. Es braucht harte politische Verhandlungen mit dem Bund und rasche politische Entscheidungen zu Umschichtungen im Landesbudget. Unsere Unterstützung hat die Landesregierung dafür“, verlangt Fritz Dinkhauser endlich mehr Tempo beim günstigeren Bus und Bahn fahren.

Zum Anschauen auf fritztv:

Zu teure Öffi-tickets

Foto: Markus Hain, pixelio.de