Ein Haus auf Geldscheinen

Auf Vorschlag der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol wurde im November-Landtag im Rahmen der Aktuellen Stunde das Thema „Machen wir den sozialen Wohnbau gerechter!“ diskutiert.

 Wohnen kann günstiger sein!

„Wohnen ist in Tirol ein Luxusgut und auch das soziale Wohnen ist kaum noch leistbar. Statt möglichst günstige Wohnungen für die Tirolerinnen und Tiroler bereit zu stellen, kassieren die gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften wie die Neue Heimat Tirol und die Tigewosi mehr als notwendig. Das kritisiert auch der Bundesrechnungshof. Ein solcher sozialer Wohnbau ist weder sozial noch gerecht. Ich garantiere, dass wir die Mieten im sozialen Wohnbau um bis zu 30 Prozent günstiger machen können“, ist LA Fritz Dinkhauser überzeugt.

Die unsozialen Gewinne der Neuen Heimat und TIGEWOSI aus dem Bundesrechnungshofbericht:

  • Die TIGEWOSI macht zwischen 70 und 90 Cent Überschuss pro vermieteten m2 und pro Monat.
  • Das ergibt bei einer 90 m2 Sozialwohnung innerhalb eines Jahres bis zu 1.000 € Überschuss.
  • Spätestens nach 35 Jahren sind soziale Mietwohnungen abbezahlt und die Darlehen ausgelaufen. Trotzdem heben die Wohnbaugesellschaften von den Mietern weiterhin dieselben hohen Mieten ein.
  • Die Mieter bezahlen höhere Betriebskosten als für die gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften tatsächlich anfallen.
  • Die Hausverwaltungskosten werden pauschal eingehoben – die sozialen Wohnbaugesellschaften erzielen daraus Überschüsse!

Mehr Sozialorientierung bei Sozialwohnungen

Die Liste Fritz Bürgerforum Tirol fordert mehr Sozialorientierung statt Gewinnmaximierung und übermäßige Rücklagen.

„Das System ist überholungsbedürftig. Es darf nicht sein, dass eine Frau, die 1997 für ihre Zwei-Zimmer-Sozialwohnung noch 227 € bezahlt hat, ab Jänner 500 € bezahlen muss. Das ist ein Verdoppelung innerhalb von 15 Jahren. Trotz Wohnbeihilfe bleiben ihr bei ihrer monatliche Mindestpension von 773 € täglich nur noch 15 € zum Leben. Sie ist nur eine von vielen, die unter den hohen Wohnpreisen in Tirol leidet. Diese Menschen dürfen nicht auf der Strecke bleiben. Das Land und die ÖVP-SPÖ Regierung sind hier in der Pflicht, denn sie sind maßgeblich an den gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften beteiligt. Machen wir gemeinsam Wohnen in Tirol gerechter. Wir stellen uns dafür zur Verfügung,“ sagt LA Fritz Dinkhauser.

Auf einen Blick:

Das 3-B-Konzept der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol