Grund und Boden

“Beim Grundverkehr geht es nicht um einen funktionierenden Bauernstand. Es geht nicht um den Ausverkauf Tirols. Es geht ums Geld-Scheffeln für ein paar Macht- und Funktionärsbauern!”

Sowohl die Bezirks- wie auch die Landes-Grundverkehrskommission haben die Stadt Schwaz ausgehebelt und ihr einen Grundankauf versagt. Das, obwohl die Stadt Schwaz den Bauern im Tauschweg das Vierfache an Flächen angeboten hat. Damit wäre ein funktionierender Bauernstand weiterhin gesichert gewesen.

Geradezu verräterisch mutet die Begründung der Landes-Grundverkehrskommission an: Die Stadt Schwaz brauche die Flächen nicht um Gewerbegrund einzutauschen, sie könne das Freiland der Bauern direkt in Gewerbegrund umwidmen. Das Ergebnis wäre: Die Bauern hätten dann zwar weniger landwirtschaftliche Flächen als mit dem Angebot der Stadt Schwaz, aber sie würden durch die Umwidmung ein zig-faches an Geld verdienen.

Es geht um Geld-Scheffeln nicht um funktionierenden Bauernstand!

„Die Katze ist aus dem Sack. Anders als immer wieder behauptet, geht es nicht um einen funktionierenden Bauernstand, der genug Grund und Boden zum bewirtschaften hat. Es geht ums Geld-Scheffeln für einige wenige Macht- und Funktionärsbauern. Sie haben mit den wirklichen Bauern, für die zu kämpfen sie vorgeben, nichts mehr zu tun. Mit dieser ständigen Begünstigung und Bevorzugung der Funktionärsbauern muss Schluss sein! Ich kämpfe für die Bürgeranliegen nicht für die bevorzugten Funktionärsbauernanliegen!“, sagt LA Fritz Dinkhauser.

Aufklärung verlangt Dinkhauser über die Rolle des Ortsmitgliedes der Bezirks-Grundverkehrskommission. Ein Mitglied dieser Kommission besitzt im Nahbereich des Kaufgrundstückes selbst Grundstücke und ist daher interessiert selbst zu kaufen und sich die Grundstücke nicht von der Stadt wegschnappen zu lassen.

Schäbiger Kuhhandel durch In-Sich-Geschäft!

„Es ist es nicht einzusehen, dass sich die Stadt Schwaz mit einem Mitglied der Kommission herumschlagen muss, das befangen ist. Das Mitglied besitzt selbst Grundstücke im Nahbereich des Kaufgrundstückes und will das Grundstück selbst zu einem möglichst niedrigem Preis erwerben. Ein negativer Bescheid für die Stadt Schwaz kommt ihm da natürlich recht. Es ist unglaublich, wie ein Grundstückskäufer in Tirol – in diesem Fall die Stadt Schwaz – der Bezirks-Grundverkehrskommission ausgeliefert ist. Diese Ungeheuerlichkeit im alten Gesetz, wird es auch im neuen Gesetz wieder geben. Ein Gesetz von Funktionärsbauern für Funktionärsbauern. Auf der Strecke bleiben die Tiroler Bürger. Das ist ungerecht, das lehne ich ab!“, so LA Dinkhauser.