Stoppt den Brenner Basistunnel

Die Schweiz und Europa feiern heute beim Gotthard-Basistunnel in der Schweiz den Durchschlag.

 „Das ist ein Freudentag für den europäischen Verkehr und die geplagten Anrainer an der Transitstrecke in der Schweiz, aber es ist gleichzeitig ein schwarzer Tag für das Milliardenprojekt Brenner Basistunnel“, stellt Klubobmann LA Bernhard Ernst fest.

Zwei Tunnel in der Schweiz, wozu noch einen in Tirol?

“Der Gotthard-Tunnel wird 2017 in Betrieb gehen, der zweite Basistunnel in der Schweiz, der Lötschberg, ist schon seit 2007 in Betrieb. Allein für die Gotthard-Achse hat die Schweizer Politik 1998 10 Milliarden Euro beschlossen, mittlerweile werden die Endkosten auf 14 Milliarden geschätzt. Um wenigstens einen Teil dieser Milliarden wieder zu verdienen, müssen die Schweizer einiges unternehmen, um Verkehr anzuziehen. Jetzt also neben den beiden Schweizer Eisenbahntunnel mit dem Brenner Basistunnel einen dritten zu graben und zu hoffen, dass der LKW-Verkehr, der die beiden Schweizer Tunnel nicht nützen will, dann den Tiroler Tunnel nützen wird, ist unsinnig und unverantwortlich“, meint LA Bernhard Ernst fest.

Stopp Milliardenprojekt Brenner Basistunnel

„An der Sinnhaftigkeit und Finanzierbarkeit des BBT zweifeln der Bundeskanzler und die Verkehrsministerin. Das ist verständlich, denn handfeste Zusagen aus Italien, Österreich, Deutschland und der EU fehlen. Es gibt nach wie vor keine gesicherte Finanzierung durch die schwer verschuldeten ÖBB, es gibt keine fertigen Planungen und kein Geld für den Bau der Zulaufstrecken und vor allem gibt es keine europarechtlich verbindliche Zusage für eine Verlagerung des LKW-Verkehrs von der Straße auf die Schiene. Auch der italienische Rechnungshof stellt all das in seinem Bericht fest. Wer jetzt noch am unnützen Milliardengrab BBT festhält schadet den Menschen in Tirol!“, erklärt LA Ernst.

Brenner Basistunnel löst Transitproblem nicht!

„Der BBT als Entlastung vom Transitverkehr und als Jobwunder ist ein Polit-Märchen. Im Gegenteil: Die Bauarbeiten für den BBT belasten die Bevölkerung 25 Jahre mit Lärm, Staub und LKW-Fahrten. Es ist klüger die bestehende Strecke, die bei weitem nicht ausgelastet ist, auszubauen und es bringt den geplagten Anrainern im Wipptal mehr, wenn sie einen ordentlichen Lärmschutz bekommen“, sagt LA Ernst.