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Gegen Gewalt: Reden ist Silber, handeln ist Gold!

Auf Vorschlag der Grünen hat der Tiroler Landtag heute das Thema “Gewaltprävention in Tirol” debattiert.

“Gewaltprävention ist ein breites Thema, wie sich heute im Landtag gezeigt hat. Daher ist es uns ein Anliegen, nach dem Motto ´Reden ist Silber, handeln ist Gold` konkret darauf hinzuweisen, wo die schwarz-grüne Landesregierung Handlungsbedarf hat”, halten die FRITZ-Landtagsabgeordneten Andrea Haselwanter Schneider und Andreas Brugger fest.

Land Tirol schickt jedes 8. misshandelte Kind aus Tirol weg!

“Laut den aktuellsten Zahlen des Landes vom Herbst 2014 musste das Land Tirol 833 Kinder und Jugendliche, die zu Hause missbraucht und geschlagen wurden oder anderen Grauslichkeiten ausgesetzt waren, im Jahr 2013 fremdunterbringen. Als letztes Mittel, wenn es im Kreis der Familie nicht mehr geht. Aber das Land Tirol kann 105 dieser bemitleidenswerten Kinder und Jugendlichen nicht in Tirol unterbringen, weil es zu wenige geeignete Unterbringungsplätze gibt. Es schickt daher jedes 8. betroffene Kind bzw. jeden 8. betroffenen Jugendlichen aus Tirol weg. So landen 65 Kinder und Jugendliche in anderen Bundesländern und 40 überhaupt außerhalb Österreichs, völlig entwurzelt! Diese Tatsache ist für ein reiches Land wie Tirol ein Skandal und eine Schande, die Landesregierung kennt dieses Problem fehlender Unterbringungsplätze seit langem, die Maßnahmen dagegen sind bisher weitgehend ausgeblieben. Obwohl das Land Tirol eine Fürsorgepflicht gegenüber diesen Kindern und Jugendlichen hat”, erklärt FRITZ-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider.

Andrea Haselwanter-Schneider und Andreas Brugger von der Liste FritzListe FRITZ hat auf konkrete Probleme im Landtag hingewiesen – passiert ist wenig!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol hat zu diesem Problem mehrere Anträge im Tiroler Landtag eingebracht, zuletzt hat der Landtag im Jahr 2013 zugestimmt, sich des Problems anzunehmen. Inzwischen ist zu wenig passiert, wie die Zahlen aus dem Jahr 2014 belegen.

Umgang mit Missbrauchsopfern in Landesheimen: Land verwehrt Klärung der Ansprüche vor unabhängigem Gericht!

Auch im Umgang mit den Missbrauchsopfern in Kinderheimen des Landes Tirol stimmen die Reden der Landesregierung mit ihrem tatsächlichen Handlungen nicht überein.

“Wie ein Land mit Menschen, die als Kinder in Heimen des Landes Tirol sexueller und körperlicher Gewalt ausgesetzt waren und die zur Arbeit gezwungen wurden anstatt ihnen eine Ausbildung zu ermöglichen, heute umgeht, zeigt wie weit sich eine Gesellschaft und wie weit sich die Politik dieses Landes zum Besseren verändert haben. Es ist eine Geste des guten Willens, solchen Missbrauchsopfern eine finanzielle Entschädigung zu bezahlen. Es ist aber absolut untragbar, diesen Menschen heute zu verwehren, dass sie ihre Ansprüche von einem unabhängigen Gericht feststellen lassen können. Genau das tut aber die schwarz-grüne Landesregierung, indem sie nicht bereit ist, bei den anhängigen Klagen von Missbrauchsopfern auf den Einwand der Verjährung zu verzichten. Reden und Handeln passen nicht zusammen!”, sagt FRITZ-Landtagsabgeordneter Andreas Brugger.