Koch-Lehrling

Im Rahmen der Aktuellen Stunde wird im Landtag über Gerechte Bildung diskutiert

Auf Initiative der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol befasst sich der Landtag im Rahmen der Aktuellen Stunde mit dem Thema „Gerechte Bildung: Abschaffung der Leistungsgruppen an den Tiroler Hauptschulen“.

Drama Leistungsgruppen: Entmutigte Kinder, verzweifelte Eltern!

„Von den rund 24.000 Hauptschülern, sind 80% in der 2. und 3. Leistungsgruppe. Das ist ein Drama, denn damit werden 10 jährige Kinder zum Entsetzen ihrer Eltern in die 2. und 3. Liga abgestuft. Es geht um Kinder, die nicht dumm sind, sondern anders begabt. Sie brauchen Förderunterricht, nicht Leistungsgruppen, die sie nicht besser machen. Solche Leistungsgruppen gibt es nur in der Hauptschule, nicht in der Volksschule, nicht im Gymnasium, nicht an der Uni. Wir sind auf Seiten der Kinder, der Eltern und der Wirtschaft, wenn wir endlich Chancengleichheit einfordern und das Bildungskraftwerk anwerfen“, erklärt LA Fritz Dinkhauser.

Liste FRITZ: Bildungsschwerpunkt im Juli-Landtag!

Dazu bringen LA Gottfried Kapferer und die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol einen Dringlichkeitsantrag zur sofortigen Abschaffung der Leistungsgruppen über das Projekt „Tirol Mittelschule“ ein.

„Reinhold Wöll vom Landesschulrat hat den Masterplan zur ´Tiroler Mittelschule` in der Schublade. Bei überschaubaren Kosten kann die ´Tiroler Mittelschule` bis zum Herbst umgesetzt werden. Damit lassen sich die Leistungsgruppen abschaffen“, sagt LA Dinkhauser.

Tirol gehen die Lehrlinge aus – Hauptschule und Lehre konkret aufwerten!

Die Aufwertung der Hauptschulen über die Abschaffung der Leistungsgruppen drängt, denn Tirol gehen die Lehrlinge aus. Laut Experten, wie dem ehemaligen Regierungsbeauftragten Egon Blum wird sich die Zahl der Lehrlinge in Tirol bis ins Jahr 2016 um rund 45% verringern. Schon in den nächsten Jahren werden pro Jahr rund 400 Lehrlinge weniger neu eine Lehre beginnen.

„Da ist Feuer am Dach. Gibt es immer weniger Lehrlinge, fehlen den Klein- und Mittelbetrieben die Facharbeiter. Gerade die sind aber das Herzstück der Tiroler Wirtschaft. Immer mehr Eltern bringen ihre Kinder ins Gymnasium und nicht mehr in die Hauptschule. Wir brauchen eine Aufwertung und die könnte so ausschauen, dass wir den Weg hin zum Gesellen, dem des Maturanten gleichstellen. Wer seinen Meister macht ist dann gleichzeitig Maturant. Wer also will, kann dann jederzeit eine Höhere Schule weiter besuchen“, meint LA Dinkhauser.