Beratung
„Natürlich ist jedem Arbeitnehmer, der seinen Job verliert, bestmöglich zu helfen. Aber der Geist der Landesarbeitsstiftung war, den Arbeitnehmern der kleinen und mittleren Unternehmen zu helfen. Ein Gang des Weltkonzerns Swarovski zur Tiroler Landesarbeitsstiftung, wie es Swarovski laut seiner Unternehmenssprecherin vor hat, war von den Initiatoren und dem Tiroler Landtag, nicht gemeint. Schließlich sind die Mittel einer Landesarbeitsstiftung behutsam, weil begrenzt, einzusetzen. Wenn das Land die Landesarbeitsstiftung für Swarovski öffnet, dann hat das für alle anderen Beispielwirkung. Damit muss das Land allen anderen Unternehmen auch Landesgeld zur Verfügung stellen. Somit droht die Landesarbeitsstiftung zum finanziellen Fass ohne Boden zu werden. Wie sollen so die kommenden Herausforderungen, der von der wirtschaftlichen Krise betroffenen kleineren und mittleren Unternehmen gemeistert werden?, sagt LA Fritz Dinkhauser.

“Helfen wir mit Landesgeld den Mitarbeitern von Klein- und Mittelbetrieben!”

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol geht es nicht um einen Angriff auf Swarovski. Der Betrieb hat in der Vergangenheit Riesengewinne geschrieben und in den letzten Jahren Umsätze von 2,5 Milliarden Euro erzielt – das entspricht in etwa dem Tiroler Landesbudget. Das bisherige Engagement Swarovski für Land und Mitarbeiter in allen Ehren, aber einem weltweit erfolgreichen Unternehmen, das laut eigenen Aussagen Gewinne erzielt wie noch nie, kann und muss keine öffentliche Hilfe angeboten werden.

„Die entscheidende Frage ist, wem helfen wir von Landesseite mit Landesgeld in einer Notlage? Ich trete in aller erster Linie für Hilfe für Klein- und Mittelbetriebe und deren Mitarbeiter ein. Die können sich das selber nicht leisten. Das sehen Arbeiterkammer, Gewerkschaft und SPÖ genauso. Das Land muss das Geld behutsam einsetzen. Schließlich ist auch Landesgeld nur begrenzt verfügbar.“, so LA Dinkhauser.

Eine weitere Frage ist, wie den rund 750 Arbeitnehmern geholfen wurde, die im vergangenen Jahr ihren Job beim Tiroler Paradeunternehmen verloren haben. Dinkhauser wundert sich in diesem Zusammenhang über Fritz Gurgiser. Dieser ist Vorstand der Tiroler Arbeiterkammer. AK-Chef Erwin Zangerl hat unmissverständlich klar gestellt, jede Hilfe für die Arbeitnehmer, aber in einer eigenen Stiftung.