Stempel Arbeitslos

Mehr als 15.000 arbeitslose Tiroler im August bedeuten ein Plus von 4.250 oder 38,7% gegenüber dem August des Vorjahres. Darunter sind mehr als 3.000 junge Menschen ohne Arbeit, dazu 1.500 in Schulungen und rund 4.000 in Kurzarbeit.

Bildungslos heißt arbeitslos!

„Schönreden ist kein Rezept. Die Hansaplast-Pflasterl-Politik ist zu wenig, die ÖVP-SPÖ Landesregierung macht ihre Hausaufgaben nicht. Es fehlt zum Beispiel eine Bildungsstrategie. Wir wissen, dass die Bildungslosen von heute, die Arbeitslosen von morgen sind. Wir haben eine echte Bildungsoffensive vorgeschlagen und im Landtag beschlossen, die kostenlose Laufbahnberatung auf ganz Tirol auszuweiten. Aber die Landesregierung setzt den Beschluss nicht um! Kein Tiroler darf ohne Beschäftigung sein! Vorübergehend ist eine Anstellung im öffentlichen oder halb öffentlichen Bereich besser, als ohne Beschäftigung zu sein. Es geht um persönliche Schicksale, jeder Tag ohne Arbeit ist ein verlorenen Tag!“, sagt LA Fritz Dinkhauser.

Gute Projekte stehen vor dem finanziellen Aus!

Tirol verliert Arbeitsplätze für immer, sie wandern beispielsweise nach China ab. Gerade jetzt braucht es gute Projekte, wie das Projekt Abendhauptschule „Schritt für Schritt“ am BFI.

„Es ist ein Trauerspiel. Dieses sinnvolle Projekt bietet Menschen die Chance den Hauptschulabschluss nachzuholen und jetzt steht es vor dem Aus. Ab 2010 läuft die Finanzierung durch die europäische Union und das Bundesministerium aus. Die Warteliste ist lang, viele wollen ihre Grundbildung nachholen, können es aber nicht mehr. Eineinhalb Jahre haben rund 400.000 Euro gekostet, Geld das in die Zukunftschancen der Menschen investiert und damit bestens angelegt ist. Wir haben in Österreich Milliarden für die Banken und machen auch in Tirol Millionen für die Hypo Bank locker, aber hier wird gespart!“, meint Dinkhauser.

Arbeitsmarktgipfel der besten Köpfe notwenig!

„Tirol muss sich arbeitsmarktpolitisch neu aufstellen. In welcher Form, das könnten Verantwortungsträger, Sozialpartner und Fachleute bei einem Arbeitsmarktgipfel vorschlagen. Tirol muss sich neu positionieren, um langfristig Arbeitsplätze zu halten und neue zu schaffen. Ich gebe mich nicht damit zufrieden, dass wir im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit nur eine finanzielle Pflasterl-Politik machen. Es braucht ein klares Bekenntnis dazu, dass es in Tirol keine arbeitslose Menschen geben soll!“, so Dinkhauser.