Rettung
Wie die Presse heute berichtet, will ein dänischer Konzern den Tiroler Rettungsdienst übernehmen. Der Vizepräsident des dänischen Konzerns bestätigt das auch. Möglich macht das die ÖVP-SPÖ Landesregierung mit ihrer europaweiten Ausschreibung des Tiroler Rettungswesens.

„Es ist Gefahr in Verzug! Noch bevor das Rettungsgesetz neu beschlossen ist, haben sich unsere Befürchtungen und die der tausenden freiwilligen und ehrenamtlichen Rettungs-Mitarbeiter bestätigt. Die Landesregierung ist blauäugig und hat keine Ahnung was im Gesundheitsmarkt los ist. Heute sind es die Dänen, morgen die Deutschen, die sich um den Tiroler Rettungsdienst raufen!“, ist LA Fritz Dinkhauser entsetzt.

Konzerne wollen Geld verdienen – Rettungswesen wird teurer, nicht billiger!

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol zerschlägt das Land mutwillig die bisher bestens funktionierenden Rettungsstrukturen und beendet das Engagement tausender Freiwilliger sowie ihre kostengünstige Mitarbeit. Allein beim Roten Kreuz arbeiten 4200 freiwillige Mitarbeiter. Sie leisten jährlich – freiwillig und unbezahlt – rund 890.000 Stunden. Das entspricht einem Wert von über 17 Millionen Euro, das sind mehr als 230 Millionen Schilling.

„Ohne die freiwilligen und ehrenamtlichen Mitarbeiter wird das Rettungswesen in Tirol teurer und nicht billiger werden. Ein Konzern, ob aus Dänemark oder Deutschland, will Geld verdienen. Diese totale Zentralisierung wird uns Millionen kosten. Sonst regt sich die Landesregierung über Wien und Brüssel auf und dann nimmt sie den Bezirken jede Mitsprache. Diese Volkspartei ist einfach nicht lernfähig. Es geht ums Eingemachte!“, so LA Dinkhauser.

Rettungsgesetz – zurück an den Start!

Die Liste Fritz lehnt das von der ÖVP-SPÖ Landesregierung – ohne Mitsprache der Rettungsorganisationen – geplante Rettungsgesetz neu ab. Sie fordert die Landesregierung auf, das Gesetz nicht im Juli-Landtag durchzudrücken und über die Einwände der Rettungsorganisationen drüberzufahren, sondern sich an einen Tisch mit den betroffenen Rettungsorganisationen zu setzen.