Fritz-Stammtisch in Innsbruck

Kinder fördern und fordern!

Die Schule der Zukunft war nicht nur beim Bürgertag ein großes Thema. Auch beim Stammtisch wurde intensiv über das Thema Bildung geredet. Immerhin landet das Burgenland bei den Maturanten an erster Stelle. Weit abgeschlagen Tirol. Fritz Dinkhauser findet, dass bei uns junge Menschen zu früh abgestempelt sind. Ist ein Kind erstmal in der 3. Leistungsgruppe, in Tirol immerhin 5.000 Kinder, dann trägt es diesen Makel ein Leben lang. „Fördern und fordern“ lautet seine Devise und spricht sich deshalb klar für die neue Mittelschule als mögliches Zukunftsmodell aus.

Nachhilfe schon in der Volksschule!

Dass endlich etwas in der Bildung getan werden muss, ist auch ein anderer Stammtisch-Gast überzeugt. Er gibt kostenlosen Nachhilfeunterricht für sozialbedürftige Kinder. Nachhilfe bereits für Volksschüler wäre in seiner Schulzeit nicht denkbar gewesen. Heute ist das schon für viele Realität, bedauert er.

Lehrerausbildung neu

Nicht nur die Schule braucht Umstrukturierung. Auch in der Lehrerausbildung sind neue Formen angedacht, berichtet ein anderer Stammtisch-Besucher. Nicht länger sollen Volks-, Haupt- und Gymnasiallehrer in ihrer Ausbildung getrennt sein. Welch große Bedeutung gerade gut ausgebildete Volksschullehrer haben, unterstreicht Fritz Dinkhauser im Anschluss. Nur die Besten der Besten sollen nach seiner Ansicht als Lehrer arbeiten dürfen.

Fritz-Stammtisch in InnsbruckHypothek auf die Zukunft

Am 15. Dezember ist Budget-Landtag. Dort beschließen die Abgeordneten die Verteilung der Gelder für das nächste Jahr. Laut Voranschlag der ÖVP-SPÖ Regierung steht die Tirol 2011 mit einem Schuldenberg von 430 Millionen € da. „Mehr als jemals zuvor“, ist Fritz Dinkhauser entsetzt. „Das ist eine gewaltige Hypothek auf die Zukunft“, außerdem sieht er die Gelder eben nicht an der richtigen Stelle eingesetzt.

Ebenfalls sieht ein junger anwesender Familienvater die finanzielle Zukunft nachfolgender Generationen gefährdet. Er interessiert sich besonders für die Agrargemeinschaften. Dass seit Jahren und den letzten Beschlüssen der Regierung und im Landtag immer noch kein Euro an die Gemeinden geflossen ist, beschreibt er als mafiöse Zustände. „Das ist Geld das zukünftigen Generationen fehlt!“ und das ist ihm besonders wegen seiner zwei Töchter wichtig.