Fritz-Stammtisch in Telfs

Auf 1.210 Meter Seehöhe haben sich die Abgeordneten der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol und Bundesrat Stefan Zangerl mit einer Gruppe von Interessierten zum fritzstammtisch in Telfs getroffen.

Der ÖVP-SPÖ-Ablehnungsmarathon hat sich auch im Märzlandtag fortgesetzt.

„Das NEIN-Sagen der ÖVP und SPÖ, egal zu welcher Idee, ist auch in den Gemeinden überall im Land an der Tagesordnung“, teilt ein Stammtisch-Besucher seine Erfahrungen.

Zum Nachlesen & Nachschauen: Das war los beim fritzstammtisch in Innsbruck

Zum Nachlesen & Nachschauen: Das war los beim fritzstammtisch in Kufstein

Die Rettungsversorgung wird in den ländlichen Räumen immer mehr zum Problem, klagt ein anderer Stammtisch-Gast. Die zentrale Disponierung der Einsätze hätte diese nicht nur schlechter , sondern auch merklich teurer gemacht. So fallen durch das neue System bei der Flugrettung auch ein Drittel mehr Kosten an. Besonders dramatisch die mangelhafte Notarztversorgung. Im Pitztal sei gerade vor einer Woche kein diensthabender Notarzt verfügbar gewesen. Zum Leidwesen einer Frau, deren Versorgung zwar nach bestem Wissen und Gewissen erfolgte, aber wegen des fehlenden Arztes nur mangelhaft war. Ähnliche Probleme kann es auch in Imst geben, so die Warnung des Stammtisch-Besuchers. “Keine Problem”, heißt es dazu immer wieder von den zuständigen ÖVP-SPÖ Landesräten, erzählt Bernhard Ernst. Im Landtag wiederholen sie weiterhin gebetsmühlenartig die Geschichte vom Erfolg der Ausschreibung des Tiroler Rettungswesens.

Endlich leistbares Wohnen ermöglichen. Das war das erklärte Ziel des neuen Raumordnungsgesetzes. „Weit gefehlt“ sagt Bernhard Ernst. Zwar sind kleine Verbesserungen, wie ein digitaler Flächenwidmunsplan im neuen Gesetz umgesetzt, das Hauptziel „Wohnraumschaffung zu leistbaren Preisen“ hat der zuständige ÖVP-Landesrat Switak nicht geschafft. Aus diesem Grund hat die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol dem neuen Raumordnungsgesetz nicht zugestimmt.

Fritz-Stammtisch in TelfsEbenfalls nicht zugestimmt haben die Abgeordneten der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol dem Kriterienkatalog Wasserkraft. Der Kriterienkatalog ist rechtlich unverbindlich und wird auf bestehende Kraftwerks-Projekte ohne Einfluss bleiben. „Politisch soll der Kriterienkatalog aber signalisieren, dass er eine Verbindlichkeit hätte. ÖVP und SPÖ versuchen den Eindruck zu vermitteln, der Kriterienkatalog würde jetzt alles regeln, auch die in den betroffenen Gemeinden sehr umstrittenen Großkraftwerks-Projekte der TIWAG. Da machen wir nicht mit“, erklärt Bernhard Ernst seine Ablehnung.

Ebenfalls Thema in Telfs die Pleite beim Agrazentrum West, das die Viehhändler trotz Millionenneubau nicht annehmen, der Fall Strasser und die Zukunft von Pflege und Kinderbetreuung im von Landeshauptmann Platter angekündigten „familienfreundlichsten Land“.