Fritz-Stammtisch in Innsbruck

Fritz-Stammtisch in Innsbruck

„Der fritzstammtisch ist eine Veranstaltung für alle, die Schneid und Rückgrad haben. Gerade deswegen freut es mich, dass so viele heute gekommen sind“, mit diesen Worten eröffnet Fritz Dinkhauser den Stammtisch in Innsbruck. Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol versteht sich als freier Zusammenschluss von Menschen, die ein anderes, gerechtes Tirol wollen.

Die Lange Liste der Unanständigkeiten der ÖVP-SPÖ Regierung

Zu tun gibt es viel in Tirol. Die Liste der Unanständigkeiten ist lang. So hat das neue Bergisel-Museum statt der zuerst veranschlagten 5,5 Millionen schlussendlich 25,25 Millionen Euro gekostet. Zusätzlich werden jährlich zwischen 400.000 und 700.000 Euro Betriebskosten anfallen. Für die Betonwüste am Landhausplatz hat der Steuerzahler mehr als 6 Millionen Euro bezahlt und auch der Bau des Brenner Basistunnel wird mit Millionen ins Gewicht fallen. „Geld, das an anderen Orten fehlt“, wirft ein Stammtisch-Besucher ein. Er selbst arbeitet seit 12 Jahren als ehrenamtlicher Pfleger. Die Zustände bei der Pflege seien dramatisch. 5 Uhr Bettruhe auch bei strahlendem Sonnenschein im Sommer und lediglich ein Nachtdienst für 80 Menschen sind nur zwei Beispiele. Viele Missstände hat er gesehen, die mit einem würdigen Leben im Alter nur mehr wenig zu tun hätten.

Die Zukunft der Pflege – Daheim statt im Heim

Gesundheitssprecherin der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol Andrea Haselwanter-Schneider sieht die Ursache für die Probleme vor allem im zu knapp bemessenen Minutenschlüssel. Das Pflegepersonal steht unter gewaltigem Zeitdruck auch deswegen, weil viele Pflegebedürftige nicht ihrem wirklichen Pflegebedürfnis entsprechend eingestuft sind. Statt des Baus von immer mehr Pflegebetten in Heimen, wünscht sie sich mehr Unterstützung für die Pflege daheim. Das ist nicht nur kostengünstiger, sondern auch das, was sich viele im Alter wünschen.

Fritz-Stammtisch in InnsbruckDer Wille des Bürgers – Volksbefragung Neustift

Für Abgeordneten Gottfried Kapferer unverständlich ist der Umgang von Landeshauptmann Platter mit der Volksbefragung in Neustift im Stubaital. Bei einer Wahlbeteiligung von von 47% haben sich die Neustifter mit 85% eindeutig gegen die Ableitung ihres Wassers für das Kraftwerk Sellrain-Silz ausgesprochen. Platter hat im Landtag klar gestellt, dass er die bestehenden Pläne nicht überdenken wird. Schließlich würden zu einer Volksbefragung ohnehin nur die hingehen, die dagegen seien. Außerdem wolle man keinen Flächenbrand auslösen. Das heißt übersetzt: Landeshauptmann Platter will Bürger nicht dazu ermuntern, ihre Meinung zu sagen.

Der Bürger im Mittelpunkt

Zurück zum Geld: Zentral ist für Fritz Dinkhauser die Frage der Gewichtung in der Politik. Natürlich könne man Kosten auf der einen Seite und fehlendes Geld auf der anderen Seite nicht einfach aufgerechnen. Es geht aber darum, wie die Politik ihre Prioritäten setzt. „Ist man mit seiner Politik für die Menschen da oder für etwas anderes. Geld ist genug da, es haben nur die Falschen.“