Maschinenarbeit

Beim Dreier-Landtag in Mezzocorona, der gemeinsamen Sitzung des Tiroler Landtages, des Südtiroler Landtages sowie des Landtages der Autonomen Provinz Trient, hat die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol zwei Anträge eingebracht. Beide wurden einstimmig beschlossen:

1. Antrag: Gemeinsame Initiative zur Beschäftigung und Sozialpolitik

„Jetzt kann das Arbeitsmarktservice (AMS) und die Arbeitsmarktförderungs Gesellschaft (amg) mit den Partnerorganisationen in Südtirol und in Trient ein konkretes Projekt entwickeln, um es Arbeitnehmern aus allen drei Regionen künftig zu ermöglichen, unkompliziert in einer anderen Region einen Job zu finden und dort zu arbeiten. In Südtirol haben sie eine ganz geringe Arbeitslosenrate und suchen Facharbeiter, bei uns steigt die Zahl der Arbeitslosen rasant und auch viele Facharbeiter finden keinen Job bei uns. Wir brauchen einen gemeinsamen und abgestimmten Stellenmarkt“, sagt der Antragsteller LA Fritz Dinkhauser.

Nicht auf Wien und Rom warten, Schulterschluss der Regionen ist notwendig!

„Es ist zu wenig, wenn das oftmals einzig Verbindende Shoppen im DEZ und Törggelen in Südtirol ist! Entscheidend ist der Kampf der Regionen, sie brauchen einen Schulterschluss zum Überleben. Wir können nicht auf Wien und Rom warten, wir müssen auf unseren gewachsenen Wirtschaftsraum schauen. Noch lebt er aber nicht. Wir haben beispielsweise keine gemeinsamen Arbeitsmarktdaten. Es ist leider so, dass ein Tiroler heute lieber im Burgenland als in Bozen arbeitet. Für viele ist das Problem die Sprache, daher gehen wir in unserem zweiten Antrag auch auf die Bildung ein!“, sagt LA Dinkhauser.

2. Antrag: „Insieme 300“ – Das 3-Länder Schüleraustauschprogramm (anklicken & lesen)

„Unter dem Titel Insieme 300 können wir jetzt ein Schüleraustauschprogramm zwischen Tirol, Südtirol und Trient verwirklichen. Es geht darum, die Berge zwischen den drei Regionen zu überwinden. Insieme 300 ist ein handfestes Projekt, das wir rasch umsetzen und schon im kommenden Schuljahr 2010/2011 starten können. Damit hauchen wir dem Dreier-Landtag und der Europaregion Tirol Leben ein und füllen sie nicht nur mit Sonntagsreden“, meint der Antragsteller Klubobmann LA Bernhard Ernst.

Über “Insieme 300” werden 300 Schüler aus Tirol nach Südtirol und nach Trient kommen und umgekehrt 300 Schüler aus Südtirol und Trient nach Tirol.

  • Der Schüleraustausch über Insieme 300 dauert ein Schulsemester.
  • Der Start für Insieme 300 wird im Schuljahr 2010/2011 erfolgen.
  • Die Schüler wohnen im Rahmen von Insieme 300 bei Gastfamilien.
  • Das Ziel von Insieme 300 ist neben der Vertiefung der Sprache (Deutsch – Italienisch) das Kennenlernen der Nachbarn.

Beschluss im Dreier-Landtag ermöglicht Schüleraustauschprogramm!

„Durch den Beschluss im Dreier-Landtag stellen wir sicher, dass das Austauschsemester auch anerkannt wird. Dazu brauchen die Schüler auch begleitenden Sprachunterricht. Sie haben die Chance, die Kultur des Gastlandes kennenzulernen. Dadurch wird dieses halbe Jahr für die jungen Menschen zu einem prägenden Erlebnis, sie knüpfen Freundschaften und ihr Interesse für die Region wird über das Erlebnis Gardasee hinaus geweckt. Vorbild für Insieme 300 ist das Austauschprogramm Voltaire zwischen Deutschland und Frankreich. Ich kann mir in einem nächsten Schritt gut Austauschprogramme mit unseren österreichischen Nachbarn – Vorarlberg, Salzburg und Kärnten – sowie mit dem Süddeutschen Raum vorstellen“, skizziert LA Ernst seine Vorstellungen für die Zukunft.