Jugendgruppe

„Tirol ist noch immer ein Land der Patriarchen und politischen Pharisäer. Ich habe mir auszugsweise angeschaut, wie viele Frauen in den Aufsichtsräten der Landesgesellschaften sitzen. Es sind beschämend wenige, die Männerquote liegt bei 90%! Daher haben wir im Landtag beantragt, den Anteil der Frauen in den Aufsichtsräten gesetzlich mit wenigstens 40% festzulegen“, erklärt LA Fritz Dinkhauser.

Im Wortlaut: Aufsichtsräte – Frauen vor! Stärkung der Rolle von Frauen in Führungspositionen

Antrag für mehr Frauen kostet keinen zusätzlichen Euro!

Den Antrag, der keinen zusätzlichen Euro kostet, aber viel über die Wertschätzung gegenüber den Frauen aussagt, haben ÖVP und SPÖ abgelehnt. Die Fakten sprechen klar gegen sie: Frauen sind in Tirol und Österreich noch immer nur auf dem Papier gleichgestellt. In Tirol verdienen weibliche Angestellte laut Erhebung des Landes Tirol um 43% weniger als Männer bei gleicher Arbeitsleistung. In der Führungsebene stellt sich die Situation nicht besser dar, so beträgt der Frauenanteil bei Akademikerinnen in der Landesverwaltung 23% und in den Bezirkshauptmannschaften 34%.

„Frauen sind die besseren Männer. Wir brauchen keine Quote, aber Qualität. Es ist beschämend, wenn in Landesgesellschaften wie der TIWAG oder der TIGEWOSI keine einzige Frau im Aufsichtsrat sitzt. Es ist beschämend, dass in Gesellschaften, an denen das Land beteiligt ist, wie der Messe- Congress oder der OSVI keine Frau im Aufsichtsrat sitzt. Warum sollen Frauen dort keinen Platz haben, es gibt keinen vernünftigen Grund“, meint LA Haselwanter-Schneider.

LH Platters Nagelprobe: Der neue Aufsichtsrat der Landesbank HYPO Tirol!

„Nicht nur am 8. März, das ganze Jahr über muss Frauentag sein. LH Platter und die Regierung stehen bei der Neubesetzung des Hypo Aufsichtsrates vor der Nagelprobe. Dort gibt es bisher auch nur eine Frau. Das Land muss Vorbild sein und das gesetzlich regeln, denn dass es freiwillig nicht funktioniert, sehen wir ja“, sagt LA Dinkhauser.