Doppelbelastung der Frau

ÖVP Landesrätin Zoller-Frischauf verweigert Kommunikation!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol hat im Februar-Landtag beantragt, zumindest eine 40%ige Quote für Frauen in Aufsichtsräten der landesnahen und landeseigenen Betriebe (anklicken & lesen) sicher zu stellen. Diesen Antrag haben ÖVP und SPÖ abgelehnt.

Scheinheilige Alibi-Aktion und Ablenkungsmanöver von Zoller-Frischauf!

„ÖVP Landesrätin Zoller- Frischauf fordert jetzt also mehr Frauen in Aufsichtsräten, das hätte sie mit uns beschließen können. Hat sie aber nicht, ihr Aussage ist scheinheilig und nicht mehr als eine Alibi-Aktion! Zoller-Frischauf versucht von der Streichung der finanziellen Mittel für Frauengruppen abzulenken. Das ist sehr durchschaubar. Als Mitglied der ÖVP-SPÖ Landesregierung ist sie mitverantwortlich, dass es für Frauen in Aufsichtsräten landesnaher und landeseigener Unternehmen nach wie vor schlecht ausschaut. Ein Armutszeugnis der Landesregierung!”, erklärt LA Fritz Dinkhauser.

Null Frauen in Aufsichtsräten landesnaher und landeseigener Unternehmen:

  • TIWAG: 9 Aufsichtsräte – Null Frauen
  • VVT: 4 Aufsichtsräte – Null Frauen
  • OSVI: 8 Aufsichtsräte – Null Frauen
  • Leitstelle Tirol: 4 Aufsichtsräte – Null Frauen
  • ASFINAG Alpenstraßen GmbH – 6 Aufsichtsräte – Null Frauen

Auch in anderen landesnahen und landeseigenen Unternehmen ist die Frauenquote schwach:

  • Felbertauernstraßen AG: 15 Aufsichtsräte – eine Frau
  • BBT: 12 Aufsichtsräte – eine Frau
  • Hypo Tirol Bank: 12 Aufsichtsräte – eine Frau
  • Tilak, Festspielen Erl- und Landestheater-Gesellschaft: jeweils 6 Aufsichtsräte – jeweils nur eine Frau
  • Landesmuseen- Gesellschaft: 12 Aufsichtsräte – eine Frau

Eine Verschlechterung gibt es bei der Tiroler Flughafenbetriebs-Gesellschaft: Dort sitzt mittlerweile keine einzige Frau mehr unter den 11 Aufsichtsräten.

Es gibt genug qualifizierte Frauen…

“Es mangelt nicht an qualifizierten Frauen, sondern an qualifizierten Politikerinnen und Politikern, die den politischen Willen haben, Frauen Platz in Führungspositionen zu geben. Zum einen ist das ein demokratiepolitischer Rechtsanspruch, zum anderen haben Frauen ihre Unternehmen hervorragend durch die Wirtschaftskrise geführt. In Ländern wie Norwegen oder Frankreich sind Frauen in Führungspositionen gesetzlich verankert und selbstverständlich!“, sagt LA Dinkhauser.