Fohlenhof Ebbs Sonderprüfung

Der Landtag heute den Bericht des Landesrechnungshofes über die Sonderprüfung des Haflinger Pferdezuchtverbandes und des Fohlenhof Ebbs debattiert und einstimmig angenommen. Liste Fritz – Bürgerforum Tirol, Grüne und FPÖ hatten die Sonderprüfung durchgesetzt.

Haflinger ja, Misswirtschaft nein

„Die Opposition hat gemeinsam ihre Hauptaufgabe, nämlich die Kontrolle, wahrgenommen. Denn in den Haflinger Pferdezuchtverband samt Fohlenhof Ebbs fließen erhebliche Mittel der Tiroler Steuerzahler. Der Landesrechnungshof hat Missmanagement, persönliche Verflechtungen und Verfilzungen, Multifunktionärswesen und erhebliches Einsparungspotential bei den Werbeausgaben festgestellt. Der Bericht ist eine Art Vergrößerungsglas, er zeigt im Kleinen, was im Großen, etwa bei der Landwirtschaftskammer, die jährlich mehr als 6 Millionen Euro an Steuergeldern bekommt, nicht so läuft. Klar wird auch, unter welcher Abhängigkeit die vielen heimischen Bauern leiden, sie sind abhängig von der Landwirtschaftskammer und vom Bauernbund. Wir stehen zur Haflingerzucht und den Züchtern und wir stehen für Transparenz und Kontrolle!“, erklärt Klubobmann LA Bernhard Ernst.

Zukunftskonzept der Liste Fritz

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol erwartet, dass die Verantwortlichen die Empfehlungen des Landesrechnungshofes umsetzen. So braucht es etwa eine Entflechtung zwischen Fördergeldgeber und Fördergeldnehmer, es braucht wieder die Kontrolle des Haflinger Pferdezuchtverbandes durch die Landwirtschaftskammer, die diese einfach aufgegeben hat. Es braucht eine klare Regelung für den Umgang mit öffentlichen Fördergeldern zwischen dem Haflinger Pferdezuchtverband und der privaten Firma von Johannes Schweisgut, der gleichzeitig Pferdereferent der Landwirtschaftskammer, Geschäftsführer des Haflinger Pferdezuchtverbandes und Alleingesellschafter der privaten Firma IMEX ist.

„Wir schauen in die Zukunft und schlagen zur Unterstützung der rund 1.000 Haflingerzüchter und der Marke Haflinger ein Zukunftskonzept vor, das wir zusammen mit den Grünen als Antrag im Landtag eingebracht haben. Nach der berechtigten Kritik folgen konkrete und konstruktive Schritte, etwa eine Bewertung der Marke Haflinger und eine Professionalisierung der Organisationsform. Der Haflinger-Betrieb ist ohne öffentliche Gelder nicht überlebensfähig, daher ist die Marke zu bewerten und zu klären, ob wir uns einen solchen Betrieb leisten wollen und können. Außerdem sind öffentliche Gelder an konkrete Leistungen zu knüpfen, persönliche Verflechtungen und Verfilzungen zu beseitigen und eine, wie vom Landesrechnungshof vorgeschlagene, ´effiziente Betriebsführung` ist zu installieren“, sagt LA Bernhard Ernst.

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“Das Haflingerdrama von Ebbs”