Fritz Dinkhauser und Bernhard Ernst bei einer Pressekonferenz

Auf Initiative der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol und zusammen mit Grünen und FPÖ hat der Landesrechnungshof den Haflinger Pferdezuchtverband und den Fohlenhof Ebbs einer Sonderprüfung unterzogen. Der kritische Bericht liegt jetzt vor.

Verfilzung zwischen öffentlich und privat!

„Wir wertschätzen die vielen Tiroler Haflingerzüchter und verstehen ihre Sorgen, aber wir verlangen Transparenz bei der Verwendung von Steuergeldern. Nicht aus Jux und Tollerei, sondern nach konkreten Informationen zu Vorwürfen von Misswirtschaft und Verfilzung haben wir den Landesrechnungshof eingeschaltet. Der Landesrechnungshof bestätigt Vorwürfe, wenn er feststellt, dass die private Firma von Herrn Schweisgut, die IMEX, über Jahre mehr Geld vom mit öffentlichen Mitteln geförderten Haflinger Pferdezuchtverband bekommen hat, als sie an Leistungen erbracht hat – bis zu 43.740 Euro“, erklärt Klubobmann LA Bernhard Ernst.

Das Netzwerk von SchweisgutNetzwerk Schweisgut mit Doppel- und Mehrfachfunktionen entflechten!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol vermisst, wie der Landesrechnungshof, Transparenz und Kontrolle. Schweisguts Netzwerk, seine Doppel- und Mehrfachfunktionen – Pferdereferent der Landwirtschaftskammer, Geschäftsführer und Zuchtleiter des Haflinger Pferdezuchtverbandes, Präsident der Welt Haflinger Vereinigung und Alleingesellschafter der Firma IMEX – brauchen Konsequenzen und gehören entflechtet.

Der Pferderefernet der Landwirtschaftskammer kosten die Tiroler Steuerzahler 2.988 Euro netto, 14 Mal pro Jahr!

„Schweisgut verdient 2010 als Pferdereferent der Landwirtschaftskammer 2.988 Euro netto, 14 Mal pro Jahr. Den Großteil dieses Jahresgehalts von 71.503 Euro brutto bezahlen mit 57.024 Euro die Tiroler Steuerzahler. Er ist gleichzeitig Angestellter der Landwirtschaftskammer und vergibt Förderungen an den Haflinger Pferdezuchtverband, dessen Geschäftsführer und Zuchtleiter er ist. Eine solche Fütterungsaktion von Schweisgut auf Kosten der Steuerzahler ist nicht im Sinne der Züchter, der hart arbeitenden Bauern und der Bürger”, stellt LA Fritz Dinkhauser klar.

Rechnungshof soll Mittelverwendung der Landwirtschaftskammer überprüfen!

“Schweisgut ist einer jener Funktionärsbauern, für die die Steuerzahler jährlich mehr als 6 Millionen Euro an die Landwirtschaftskammer bezahlen. Mir reicht ein Milchhof als Millionenzuschuss-Betrieb, ich brauche nicht noch einen Fohlenhof! Es ist unerklärlich, warum die Landwirtschaftskammer seit 2009 auf die Kontrolle und Einsichtnahme beim Haflinger Pferdezuchtverband verzichtet und eine dementsprechende Satzungsänderung beim Haflinger Pferdezuchtverband gebilligt hat, das kann nicht ohne Wissen und Billigung von Steixner gegangen sein. Daher wollen wir, dass der Rechnungshof die Mittelverwendung bei der Landwirtschaftskammer überprüft und Herr Schweisgut sein Amt bei der Landwirtschaftskammer zurVerfügung stellt“, sagt LA Fritz Dinkhauser.

“Das Haflingerdrama von Ebbs”