Hypo Tirol Sujet

Laut den amtierenden Vorständen der Landesbank Hypo Tirol erhöhen sich die Abschreibungen in Italien auf 125 Millionen Euro (Stand April 2012). Das sei das Ergebnis interner Prüfungen.

Hintergrund & Wissen: Alle Informationen zum Finanzdebakel der Landesbank Hypo sowie eine Chronologie der Ereignisse seit 2008

Hypo Italiengeschäft: 125 Mio. € in den Sand gesetzt!

„Herr Landeshauptmann, du machst es dir zu einfach. Es geht nicht um dein Geld, sondern um 125 Millionen Euro der Tiroler Steuerzahler, die die Landesbank der Tiroler einfach in den Sand setzt. Das Abputzen an den alten Vorständen, wonach diese ´naiv und blauäugig` agiert hätten und ihnen das ´notwendige Know-how` gefehlt hätte, ist zu billig. Wer in der Landesregierung hat den Wachstumskurs der Hypo mitgetragen und wer hat den Vorstand gewähren und machen lassen und ihn nicht eingebremst?”, verweist LA Fritz Dinkhauser auf die Verantwortung der damaligen ÖVP geführten Landesregierung.

Tiroler Volksvermögen vernichtet – das Finanzdebakel der Landesbank Hypo in Zahlen:

  • Abschreibungen 2011: 125 Millionen €
  • Abschreibungen 2010: 72 Millionen €
  • Abschreibungen 2009: 72 Millionen €
  • Abschreibungen in drei Jahren: 269 Millionen €

ÖVP hat Hypo-Vorstände bestellt und sie mit Abfertigungen verabschiedet!

“Die ÖVP war allein- und hauptverantwortlich in der Landesbank, die ÖVP hat die Vorstände Gruber, Pfeifer und Unterleitner in die Managementpositionen gehievt. Diese ÖVP putzt sich jetzt ab und wirft ihnen ´fehlendes Know-how` vor. Diese ÖVP unter Landeshauptmann Platter und Aufsichtsratsvorsitzendem Stauder hat diese Vorstände mit großzügigen Bonifikationen und Abfertigungen verabschiedet. Wir wollen von Landeshauptmann Platter wissen, ob sich das Land für die Steuerzahler diese Gelder zurückholt. Wer übernimmt für dieses gewaltige Finanzdebakel der Landesbank Hypo Tirol die Verantwortung? Die Bürger und der Landtag werden für dumm verkauft“, stellt LA Fritz Dinkhauser klar.

Hypo Finanzdesaster: Unabhängige & umfassende Aufarbeitung fehlt!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol sieht die rein interne Überprüfung des Italiengeschäftes nach wie vor äußerst kritisch. Den FRITZ-Vorschlag nach einer umfassenden, unabhängigen und von internationalen Experten geleiteten Prüfung (Due-Diligence-Prüfung) haben ÖVP und SPÖ abgelehnt.

„Wir wollen nach wie vor eine unabhängige Prüfung der ganzen Bank. Alle Risiken müssen auf den Tisch. Wie setzt sich etwa die jetzt bekannt gegebene Hochrechnung zusammen? Seit Anfang Dezember 2011 regiert Geheimniskrämerei. Wir nehmen die 125 Millionen Euro und die 230 Millionen Euro aus der TIWAG nicht als gegeben hin, wir haben den Blindflug der Vergangenheit erlebt und wollen jetzt endlich handfeste Informationen”, ist Fritz Dinkhauser um Aufklärung bemüht.

Viele offene Fragen zur Zukunft der Landesbank…

“Hat die EU dem 230-Mio-Euro-Sonderzuschuss aus der TIWAG zugestimmt? Wir reden von insgesamt mehr als 260 Millionen Euro in drei Jahren, dazu Verkäufe von Immobilien und Aktienpaketen. Das ist Volksvermögen, das die ÖVP verscherbelt und vernichtet hat. Fast 100 Bankmitarbeiter haben ihren Arbeitsplatz schon verloren. Viele Fragen sind offen, etwa wie die Bank in Zukunft aufgestellt wird, wie viele Mitarbeiter gehen müssen und ob die Bank in dieser Form überlebensfähig ist?“, erklärt Fritz Dinkhauser.

FRITZ-Initiative für Information der Bürger und des Landtages

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol verlangt, dass der FRITZ-Antrag für einen Statusbericht zur Lage der Hypo Tirol Bank von ÖVP und SPÖ nicht länger blockiert wird. Im März-Landtag haben ÖVP und SPÖ die dringliche Behandlung abgelehnt.