Trompete

„Ein Fehler des Landes darf nicht auf dem Rücken der Musikschullehrer ausgetragen werden. Die Musikschulleiter haben in gutem Glauben Stunden zugewiesen, jetzt will das Land rigoros Stunden kürzen. Insgesamt geht es um 300 Stunden. Davon sind besonders die vielen jungen Musikschullehrerinnen und -lehrer inTeilzeit betroffen. Bei ihnen geht es nicht um ein paar Stunden mehr oder weniger, sondern vielfach um ihre Existenz. Ihnen und besonders den vielen begeisterten Kindern und Jugendlichen in den Tiroler Musikschulen wollen wir gemeinsam zur Seite stehen“, sagt LA Gottfried Kapferer.

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol wird daher gemeinsam mit Freiheitlichen und Grünen einen Dringlichkeitsantrag beim Sonderlandtag zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit einbringen.

Sparen bei Musikschulen, ist Sparen am falschen Platz!

Wie dramatisch die Situation bei einigen betroffenen Musikschullehrern ist, schreibt der Lebensgefährte einer Musikschullehrerin an die Liste Fritz:

„Einige wissen auch nicht mehr wie sie ab Herbst mit Stundenkürzungen bis zu 25% durchkommen sollen.“ (…) „Wir gehen auch schon beide arbeiten, haben eine Kinderbetreuung und eine Eigentumswohnung, meine Lebensgefährtin will nun schon schauen wo sie putzen gehen kann, und das als diplomierte Gesangspädagogin mit mehr als 10 Jahren Erfahrung.“

„Angesichts solcher Hilferufe, ersuche ich ÖVP und SPÖ, an die Schicksale der Betroffenen zu denken und sich einen Ruck zu geben. Gerade die Musikschulen haben auch eine ganz wesentliche gesellschaftspolitische Bedeutung. Dort beschäftigen sich Kinder und Jugendliche sinnvoll. Es besteht auch Nachfrage und Schüler stehen sogar auf Wartelisten. Da sind Kürzungen doch unsinnig und ungerecht!“, appelliert LA Kapferer an das Verantwortungsbewusstsein der Regierungsparteien.

Bild: Stefanie Hofschläger/pixelio.de