Rot für die Hypo Tirol

„Tatsache ist – und das haben die Prüfungen durch unabhängige Experten gezeigt: Das Unternehmen steht insgesamt gut da. Viele beneiden uns darum.“

LH Platter im Hypo-Geschäftsbericht 2009

„Das Maß ist voll, alle Fakten müssen auf den Tisch. Nach den mehr als 260 Millionen-Euro-Abschreibungen, das sind mehr als 3,5 Milliarden Schilling braucht es Konsequenzen. Die Landesbank ist Eigentum aller Tiroler, sie darf keine Zockerbank sein, die ihre Aufgabe, in Tirol für Bürger, Bauern und Betriebe günstige Kredite zu vergeben, aufgibt”, stellt LA Fritz Dinkhauser fest.

Umfassende Aufklärung in drei Etappen:

  1. Sofortige Einsetzung einer Expertenkommission, die sämtliche Geschäfte der Landesbank Hypo Tirol überprüft, etwa sämtliche Kredite, Wertpapiere, Veranlagungen, Swaps und Derivate etc. („Due Dilligence Prüfung“)
  2. Parallel dazu eine Prüfung durch den Bundesrechnungshof
  3. Nach Vorliegen der Überprüfungsberichte Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zur Aufarbeitung der politischen Verantwortung

Landesbank Hypo: Alle Risiken beleuchten – alle Fakten auf den Tisch!

„Wir wollen vom Vorsitzenden des Aufsichtsrates Stauder wissen, wen aller die Hypo angezeigt hat. Durch die Anzeigen ist ein Untersuchungsausschuss derzeit nicht durchführbar. Wir laden alle Parteien ein mit uns eine Prüfung durch den Bundesrechnungshof einzuleiten. Weil diese sicher etwas länger dauert, wollen wir, dass als erster Schritt sofort eine Expertenkommission die gesamten Geschäfte der Landesbank Hypo durchleuchtet. Welche Risiken schlummern noch in den Hypo-Büchern, wie ist die Bank aufgestellt und wie müssen wir sie für die Zukunft aufstellen?”, erläutert LA Fritz Dinkhauser.

Tirol braucht seine Landesbank

“Eine solche Expertenprüfung ist schnell durchführbar und wird bei Bankübernahmen, Fusionen oder Sanierungen laufend gemacht. Jährliche Millionen-Abschreibungen erschüttern das Vertrauen in die Landesbank, zu der wir stehen. Wir bitten die Tiroler, der Bank die Treue zu halten“, sagt LA Fritz Dinkhauser.

Liste FRITZ: Seit 2008 vor Probleme bei Landesbank Hypo gewarnt

“Wir sind nicht erst jetzt aufgewacht, sondern haben 2008 auf gefährliche Entwicklungen bei der Landesbank hingewiesen. Dafür hat uns die ÖVP attackiert und Landeshauptmann Platter hat die Hypo als ´gut aufgestellt` bezeichnet. Inzwischen musste die Bank des Tiroler Volkes mehr als 260 Millionen Euro in den Wind schreiben. Für die Bestellung sämtlicher Vorstände wie für die Besetzung sämtlicher Gremien der Landesbank Hypo Tirol zeichnet seit Jahren die ÖVP verantwortlich. Den Landtag und das Tiroler Volk haben sie belogen und betrogen, damit muss Schluss sein und daher verlangen wir umfassende Konsequenzen!“, sagt LA Fritz Dinkhauser.

Hintergrund: Das Millionen-Euro-Abschreibungs-Debakel der Landesbank Hypo Tirol. Die Chronologie.