Haflinger

Wer trägt die Verantwortung?

„Die Ursache der Turbulenzen am Fohlenhof Ebbs hat einen Namen. Der Name ist Hannes Schweisgut. Aus unserer Sicht kommt nicht in Frage, dass die vom Tiroler Landtag beschlossene Zukunftslösung weiterhin den jetzt tätigen Geschäftsführer in einer zentralen Rolle vorsieht. Bis heute hat Herr Schweisgut als Geschäftsführer des Haflinger Pferdezuchtverbandes das jährliche Defizit von 70.000 € zu verantworten. Ebenso verantwortlich ist der Chef des Tiroler Haflingerzuchtverbandes Hans Strobl”, benennt LA Bernhard Ernst die Verantworlichen.

Privates von Öffentlichem Trennen

Es ist in Tirol unvorstellbar, dass bei anderen Verbänden z.B. Sport-, Kultur oder Musikverbänden Geschäftsführer mit ihrer privaten Firma jährlich ein enormes Minus produzieren und dann über ihren Arbeitgeber, dem Verband, bzw. vom Land Tirol die Abdeckung dieser Schulden verlangen. Auch der Weltverbandspräsident Schweisgut muss zur Kenntnis nehmen, dass er sein privatwirtschaftliches Tun selbst zu verantworten hat“, sagt LA Bernhard Ernst.

Fohlenhof braucht Neuanfang

Auf Initiative der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol und mit Unterstützung der Grünen sowie der FPÖ hat Landesrechnungshof den Haflinger Pferdezuchtverband und dessen Wirtschaftsbetrieb Fohlenhof Ebbs geprüft. Eklatante geschäftliche Missstände sind zum Vorschein gekommen.

„Jetzt ist Bauernbundchef und Landwirtschaftslandesrat Anton Steixner gefordert, seinen Worten Taten folgen zu lassen. Auch wenn Hannes Schweisgut als Mitarbeiter der Landwirtschaftskammer und Zuchtleiter nur schwer abzuberufen ist, so gilt dies keineswegs für seine Funktion als Geschäftsführer des Haflingerzuchtverbandes und damit als Manager des Fohlenhofes in Ebbs. Die Zukunft kann nur lauten, ein tragfähiges Konzept für eine Tiroler Haflinger Welt zu schaffen. Die Finanzierung muss privatwirtschaftlich garantiert sein. Daher sind kolportierte Gespräche mit Dietrich Mateschitz zu begrüßen. Die Lösung rund um die desaströse Firma IMEX obliegt dem Eigentümer Hannes Schweisgut. Alle Verantwortlichen sind aufgefordert die Verflechtungen sauber zu trennen und dem Beschluss des Tiroler Landtages, ein nachhaltiges und zukunftsfähiges Konzept vorzulegen, nachzukommen“, so LA Bernhard Ernst.