2 Euro Tropfen

„Es war eine der ganz wenigen respektablen Ansagen der ÖVP-SPÖ Landesregierung in diesem Jahr, als ÖVP und SPÖ bekannt gegeben haben, die Missbrauchsopfer in Landeseinrichtungen ordentlich und rasch zu entschädigen. Von der starken Ansage bleibt jetzt aber wenig übrig. Zum einen werden die in Aussicht gestellten Zahlungen massiv gekürzt, zum anderen verweist die Landesregierung die Missbrauchsopfer auf Auszahlungen erst im Jahr 2011. Platter, Reheis & Co. haben viel öffentlichen Wind gemacht und jetzt stellt sich heraus, für die Wiedergutmachung bleibt wenig übrig. Denn im Landesbudget 2011 sind lediglich 100 Euro für die Opfer von Missbrauch vorgesehen. Das soll also die Sozialpolitik von ÖVP und SPÖ sein, Wiedergutmachung schaut anders aus!“, stellt LA Fritz Dinkhauser fest.

Entschädigung im Budget kaum berücksichtigt!

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol ist die Vorgangsweise der ÖVP-SPÖ Landesregierung, in der Budgetzeile „Entschädigung Missbrauchsopfer“ lediglich 100 Euro und damit keine ausreichende Abdeckung im Landesbudget vorzusehen, völlig inakzeptabel und unverständlich.

„Wenn Platter, Reheis & Co. von rund 90 Fällen ausgehen und pro Missbrauchsopfer mindestens 5.000 Euro zugesagt haben, dann macht das schon 450.000 Euro aus. Das ist viel Geld, das sie im Landesbudget aber nicht berücksichtigt haben. Woher wollen sie das Geld dann im nächsten Jahr nehmen, wem wird das Geld genommen? Verantwortungsvoll wäre es gewesen, einen fixen Betrag in das Landesbudget 2011 aufzunehmen. Es geht schließlich um Menschen, denen in Einrichtungen des Landes schweres Leid zugefügt worden ist, ihnen heute ausreichend Geld des Landes in Aussicht zu stellen, wäre also das Mindeste gewesen“, erklärt LA Dinkhauser.