Andrea Haselwanter-Schneider mit einer Photovoltaik-Anlage

ÖVP und Grüne reden über Energie sparen und Alternativenergien fördern,…

“Diese schwarz-grüne Landesregierung zeichnet sich dadurch aus, dass ihre politischen Ankündigungen nicht mit ihren politischen Taten übereinstimmen. Jüngstes Beispiel, die Energieautonomie 2050 für Tirol. ÖVP und Grüne reden von Energie sparen, von Energie effizienter nutzen, von der Änderung unseres derzeitigen Mobilitätsverhaltens, vom dringenden Ausbau der Wasserkraft und von der Förderung alternativer Energien, wie Photovoltaik, Wind, Umweltwärme etc.”, erklärt Klubobfrau LA Andrea Haselwanter-Schneider.

aber sie handeln nicht!

“ÖVP und Grüne legen ambitionierte Papiere vor, die 50 Prozent Einsparung und Effizienzsteigerung vorsehen sowie 30 Prozent mehr erneuerbare Energien. Ihr politisches Handeln und ihre politischen Vorgaben an die landeseigenen Energiekonzerne spiegeln diese ambitionierten Ziele kaum bis gar nicht wider”, zeigt Andrea Haselwanter-Schneider an konkreten Beispielen auf.

  • Beispiel Ausbau der Wasserkraft: Seit die TIWAG mit großem Getöse und unter totaler Nicht-Einbindung der betroffenen Bevölkerung vor Ort im Jahr 2004 den Optionenbericht zum Ausbau der Wasserkraft vorgestellt hat, ist es bei Planungen und Umplanungen geblieben. Der politische Kuhhandel „Tempo 100 gegen Kaunertal-Kraftwerk“ ist abzulehnen.
  • Beispiel Photovoltaik-Offensive: Die selbst ausgerufene Photovoltaik-Offensive sollen offensichtlich allein die Tiroler Bürger schultern, mit ein wenig Unterstützung des Bundes. In Tirol arbeiten Landesregierung und TIWAG aktiv dagegen: Das Landesunternehmen TIWAG torpediert die Begeisterung vieler Tiroler sich eine Photovoltaik-Anlage anzuschaffen, indem es überfallsartig und rückwirkend den Einspeisetarif um 40% kürzt. ÖVP und Grüne weigern sich eine eigene Landesförderung für private Photovoltaik-Anlagen aufzulegen, wie es andere Bundesländer längst tun.
  • Beispiel Windkraft: Bei der Windkraft gefällt sich der Landeshauptmann darin, „Windradln auf die Berg droben“ als reine Landschafts-Verschandelung lächerlich zu machen. Eine Windkraft-Potential-Studie ist in den Schubladen der Landesregierung verschwunden, jetzt wird wieder ein Papier „Kriterienkatalog Windkraft“ angekündigt.
  • Beispiel Mobilität: 500 Millionen Euro Strafgelder haben Österreich und damit auch Tirol für das Nicht-Einhalten der Kyoto-Ziele bezahlt. Bei den CO2-Werten hat Österreich das Kyoto-Ziel um rund 3% verfehlt, Tirol um mehr als 9%. Trotzdem kauft Tirol weiterhin Öl und Gas im Wert von jährlich 2,3 Milliarden Euro zu! Die TIGAS, über TIWAG und IKB zu 100% im Besitz der öffentlichen Hand, baut völlig unbeeindruckt ihre Gasleitungen bis ins letzte Tal und lockt die Tiroler mit vergünstigten Einstiegsangeboten langfristig in die Gas-Abhängigkeit. ÖVP und Grüne schauen zu und anstatt den Tirolern Anreize zu bieten, von Diesel- und Benzin-Autos auf Elektro-Autos umzusteigen, lehnen sie konkrete Vorschläge ab.

Andrea Haselwanter-Schneider möchte Elektro-Autos stärker fördernSchwarz-grün redet von Elektro-Autos und lehnt eine Landesförderung ab

“Diese schwarz-grüne Landesregierung gibt als Ziel den ´verstärkten Einsatz strombetriebener Fahrzeuge` aus und verräumt gleichzeitig unseren entsprechenden Landtagsantrag für eine Landesförderung zugunsten Privater beim Ankauf eines Elektro-Autos in irgendeine Schublade. ÖVP und Grüne handeln völlig unglaubwürdig, sie produzieren schöne Überschriften, wie ´Energieautonomie 2050`, aber bleiben die notwendigen, konkreten Taten schuldig. Fördermaßnahmen lehnen Platter, Felipe und Co. ab, die Gemeinden, der Bund oder gleich die Tiroler Bürger selbst sollen die Energieautonomie stemmen und aus der eigenen Tasche bezahlen. Das ist besonders ärgerlich, weil die Tiroler bereit sind, ihren Beitrag zu leisten, wenn auch das Land bereit wäre, mit Landesförderungen Anreize dafür zu schaffen”, stellt Andrea Haselwanter-Schneider klar.

Fakten “Kostenvergleich Elektro-Autos und andere im Betrieb”:

  • Diesel- oder Benzinfahrzeug bei Verbrauch von 5 Liter pro 100 km – 7 € Kosten pro 100 km
  • Gasauto kostet etwa 3 € pro 100 km
  • Elektro-Auto kostet 1,35 € pro 100 km

Fakten “So weit fahren die österreicher mit ihrem Auto”:

  • 98% der Fahrten in Österreich sind unter 100 Kilometer.
  • 95% der Fahrten sind sogar kürzer als 50 Kilometer und
  • 80% der Fahrten sind kürzer als 20 Kilometer