Armut am Teller
„Es ist nicht die erste, sondern schon die dritte Armutsstudie, die in der Schublade verschwindet. Das ist bedauerlich, denn damit bleibt der Kampf gegen die Armut auf der Strecke. Das ist ein Armutszeugnis für die Landesregierung. Angesichts der wirtschaftlich schwieriger werdenden Situation halte ich es für dringend nötig, eine neue und aktualisierte Armutsstudie erarbeiten zu lassen. Ich werde dazu auch einen Antrag im Landtag einbringen. Eine Armutsstudie kann kein geheimes Papier sein, sondern sie soll die Fakten offen legen. Damit kann sie eine Handlungsanleitung für die Politik sein, um den Bürgern zielgerichtet helfen zu können. Das sehe ich als einen wesentlichen Beitrag für ein gerechtes Tirol.“, sagt LA und Klubobmann Bernhard Ernst von der zweitstärksten politischen Kraft im Land.

Neue und aktualisierte Armutsstudie ist dringend notwendig!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol befürchtet, dass im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise auch tausende Tiroler Familien in die Armutsfalle tappen könnten. Besonders AlleinerzieherInnen, kinderreiche Familien und TeilzeitarbeiterInnen sind von Armut bedroht und betroffen.

„Armut trifft schon jetzt Menschen, die ein Einkommen haben. Wie die neuesten Studien zeigen, gibt es derzeit österreichweit 230.000 Menschen, die mit ihrem Einkommen nicht auskommen. Rund eine Million Menschen gilt österreichweit als armutsgefährdet. Wie aber schaut es in Tirol genau aus? Wo muss und wo kann die Landespolitik ansetzen? Das sind Fragen, die eine aktualisierte Armutsstudie klären kann. Es geht nicht um gegenseitige Schuldzuweisungen. Aber es besteht die reale Gefahr, dass sich der Kreis der von Armut gefährdeten und von Armut betroffenen Menschen auch bei uns erweitert. Da müssen wir gegensteuern.“, meint LA Ernst.