Wasserkraft

Förderprogramm durchgesetzt!

Auch wenn es zwei Jahre gedauert hat, es ist ein schöner Erfolg, dass wir ein Förderprogramm für die rund 900 Kleinwasserkraftwerke in Tirol durchsetzen konnten. Die Landesregierung stellt – initiiert von unseren Antrag vom Mai 2009 – jetzt 1 Million Euro zur Verfügung. Endlich können wir gemeinsam den Tiroler Energieschatz heben”, hat sich Klubobmann und Energiesprecher LA Bernhard Ernst über die von ihm inittierte und von der LAndesregierung aufgenommene Anregung gefreut.

Förderprogramm: 1 Million Euro für Optimierung!

“Die Kleinwasserkraftwerke erzeugen ein Viertel des in Tirol verbrauchten Stroms. 1.500 Gwh erzeugtem Strom steht ein Gesamtstromverbrauch von 6.000 Gwh gegenüber. Konkret sieht das Förderprogramm vor, zuerst die Daten zu erheben, dann das technische und rechtlich mögliche Optimierungspotential festzustellen und schließlich steht die konkrete Optimierung des jeweiligen Kleinwasserkraftwerkes an. Dafür muss das Land gemeinsam mit Bund und EU frisches Geld zur Verfügung stellen”, verlangen Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider und Landtagsabgeordneter Andreas Brugger.

Optimierungspotential: 4 Mal Innkraftwerk Telfs!

Den Antrag der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol “Energieschatz heben – Effizienz-Steigerung der Tiroler Kleinwasserkraftwerke” hat der Landtag am 6. Mai 2009 einstimmig angenommen.

“Fachleute schätzen das Revitalisierungspotential auf bis zu 20%, das sind rund 300 Gwh. Zum Vergleich: Das umstrittene Innkraftwerk bei Telfs – die Planungen dafür haben die IKB mittlerweile eingestellt – sollte 70 Gwh bringen, Strom für 20.000 Haushalte. Das vorhandene Verbesserungspotential bei den Tiroler Kleinwasserkraftwerken entspricht also 4 Mal einem solchen Innkraftwerk Telfs und kann Strom für mehr als 80.000 Haushalte bringen. Das ist ein wichtiger Mosaikstein für eine moderne Tiroler Energiepolitik”, hat Energiesprecher Bernhard Ernst orgerechnet.

Nächster Schritt: Photovoltaik-Nutzung ausbauen! Photovoltaik Bernhard Ernst

Generell fordert die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol ein überarbeitetes Energiekonzept, das den Ausbau alternativer Energien weiter vorantreibt. Dazu gehört ein angemessener Einspeisetarif für Photovoltaik.

“Strom aus Sonne ist keine Zukunftsmusik mehr. Erst recht nicht in Tirol, weil wir eines der sonnenreichsten Bundesländer sind. Von 162.000 untersuchten Hausdächern in Tirol, stehen 17.000 Dächer – nach Neigung, Sonneneinstrahlung und Ausrichtung bestens geeignet – bereit. Trotzdem ist Tirol bei der Photovoltaik Anlagenleistung Schlusslicht. Mit 1,3 Millionen Watt im Vergleich zu Vorarlberg mit 9,2 Millionen Watt”, war dem im Dezember 2012 versorbenen Klubobmann LA Bernhard Ernst die verstärkte Nutzung des Sonnenstroms ein riesiges Anliegen. Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol arbeitet in seinem Sinne daran weiter.

Der Schlüssel zum Sonnenstrom-Boom: Ein neuer Einspeisetarif!

Das Problem in Tirol ist der nur für kurze Zeit geförderte Einspeisetarif. Derzeit garantiert die TIWAG den Einspeisetarif von 15 Cent pro Kwh Photovoltaik-Strom nur für 24 Monate. Danach gibt es maximal 8 Cent. Dadurch fehlt Interessierten langfristig Verlässlichkeit und Planbarkeit. Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol fordert daher, einen langfristigen, planbaren und verlässlichen Einspeisetarif, etwa 15 Cent garantiert für 60 Monate. Das würde laut Fachleuten einen Sonnenstrom-Boom in Tirol auslösen.

Energieautark dank Sonne – Energiehauspark Innsbruck lebt es vor

Der Energiehauspark Innsbruck zeigt, wie Photovoltaik heute im täglichen Leben sinnvoll einzusetzen ist. Dort steht etwa ein Wohnhaus, das mehr Energie erzeugt als es verbraucht. Photovoltaik lässt sich in die Hausfassade integrieren und mittels Photovoltaik lässt sich die Straßenbeleuchtung energieautark betreiben. Technisch ist heute schon viel mehr machbar als politisch derzeit gewollt ist!