Der Direktzug von Lienz nach Innsbruck

Als „nicht dringlich“ haben ÖVP und Grüne im November-Landtag eine sofortige Behandlung des FRITZ-Dringlichkeitsantrages betreffend eine Garantieerklärung für die Wiedereinführung des Direktzuges ab 2015 abgelehnt und den Antrag in den Landtagsausschuss Ende November verräumt.

ÖVP und Grüne wollen gar keine Wiedereinführung des Direktzuges!

“Damit haben sich ÖVP und Grüne als völlig unglaubwürdig entlarvt. Was sollen die Ost-, Süd- und Nordtiroler Bürger von einer Politik halten, wo der schwarze Landeshauptmann Platter und die grüne Landesrätin Felipe zwar medienwirksam im Oktober eine Absichtserklärung mit den Südtiroler Amtskollegen unterschreiben, nach der die Wiedereinführung des Direktzuges wörtlich ´geprüft` werden soll, sich aber gleichzeitig im November im Tiroler Landtag weigern, eine verbindliche Garantie für die Wiedereinführung abzugeben. Es kann wohl nur daran liegen, dass ÖVP und Grüne in Wirklichkeit gar keine Wiedereinführung des Direktzuges wollen!”, stellen Klubobfrau LA Andrea Haselwanter-Schneider und Osttirol-Bezirkssprecher Markus Sint klar.

Landesregierung spielt auf Zeit

“Das Spiel auf Zeit der schwarz-grünen Landesregierung ist zum Schaden der Bevölkerung, denn die Zeit drängt schon wieder. Laut Aussagen des Südtiroler Landesrates Widmann braucht die Wiedereinführung des Direktzuges ein Jahr Vorlaufzeit. Damit setzen ÖVP und Grüne ihre Politik des letzten halben Jahres fort, wo sie nur lasch und halbherzig an der Erhaltung des Direktzuges gearbeitet haben und den Fortbestand mit einigen netten Gesprächsrunden schließlich so lange verzögert haben, bis der Direktzug nicht mehr im Fahrplan der ÖBB gestanden ist!”, zeigen sich Andrea Haselwanter-Schneider und Osttirol-Bezirkssprecher Markus Sint verärgert.

Zum Nachlesen:

Ersatzbus darf kein Dauerprovisorium werden!

“Mit der Unterschrift von ÖVP-Landesrat Steixner zum Aus für den Direktzug hat die Misere für die Bevölkerung begonnen und die amtierende schwarz-grüne Landesregierung hat sie fortgesetzt. Ein Ersatzbus statt des Direktzuges ist eine miserable Übergangslösung und wir befürchten, dass dieses miserable Provisorium zur Dauereinrichtung werden soll. Nach dem Motto ´die Bevölkerung wird sich schon ans Busfahren gewöhnen` verfolgt die zuständige Landesregierung die Wiedereinführung des Direktzuges gar nicht mit voller Entschlossenheit”, meint Markus Sint.

Für Wiedereinführung des Direktzuges gibt es viel zu verhandeln…

“Anstatt unseren Antrag als Auftrag zu verstehen, sofort mit den Südtirolern über eine neue, angemessene Mitfinanzierung, über geeignetes Lok-Material und über vorhandene Trassen zu verhandeln, spielen ÖVP und Grüne wieder auf Zeit und schieben die Wiedereinführung auf die lange Bank. Die schwarz-grüne Blockade im November-Landtag nährt sämtliche Befürchtungen, wonach der Direktzug – nach dem Motto ´einmal weg, immer weg` – auch nicht mehr kommt”, sagen Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider und Markus Sint.