Pressetermin von Südtiroler und Tiroler Vertretern zum Direktzug Lienz-Innsbruck

Bei einem Pressegespräch haben sich gestern – erstmals in dieser Form – sechs Südtiroler und Tiroler Parteien in den Räumlichkeiten des Südtiroler Landtages in Bozen gemeinsam für den Erhalt des Direktzuges von Lienz über Bruneck nach Innsbruck ausgesprochen.

Ja zu Direktzug eint Parteien südlich und nördlich des Brenners!

Der gemeinsame Auftritt über die Parteigrenzen hinweg ist ein starkes Signal, wie ernst uns der Erhalt des Direktzuges für die Menschen in Ost-, Süd- und Nordtirol ist. Wir werden daher nicht zulassen, dass die beiden Landesregierungen dem jeweils anderen die heiße Kartoffel Direktzug zuschanzen und inzwischen der Zeitpunkt verstreicht, bis zu dem der Direktzug zu bestellen gewesen wäre. Ein politisches Auseinanderdividieren der Interessen der Südtiroler und Tiroler wird es nicht geben!”, erklärt Klubobfrau LA Andrea Haselwanter-Schneider.

Zum Nachschauen – ORF Südtirol heute:

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“Direktzug Lienz-Innsbruck: Mitstreiter gefunden”, ORF Südtirol Heute, 09. September 2013

Verhandlungen mit Südtiroler Verkehrslandesrat Widmann

Wenn heute Nachmittag in Bozen alle Tiroler Parteien inklusive der zuständigen Landesrätin Ingrid Felipe mit dem zuständigen Südtiroler Verkehrslandesrat Thomas Widmann über den Direktzug von Lienz über Bruneck nach Innsbruck verhandeln, dann weist die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol die Tiroler und die Südtiroler Landesregierung in Sachen Direktzug noch einmal in aller Deutlichkeit auf ihre jeweiligen Aufgaben hin.

Vertreter der Tiroler und Südtiroler Parteien bei einer PressekonferenzTiroler Landesregierung muss Direktzug bestellen…

“Die Tiroler Landesregierung, allen voran die zuständige Landesrätin Felipe von den Grünen, hat die Aufgabe, den Direktzug von Lienz nach Innsbruck bzw. Innsbruck nach Lienz sofort zu bestellen. Nur dann steht er den Ost-, Süd- und Nordtirolern auch nächstes Jahr zur Verfügung. Aufgrund des Staatsvertrages hat Österreich einen Rechtsanspruch darauf, dass Italien die Trasse für den Direktzug zur Verfügung stell”, führen Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider und Bezirkssprecher Markus Sint aus.

…Südtiroler Landesregierung muss fairen finanziellen Beitrag leisten!

“Die Südtiroler Landesregierung hat die Aufgabe, künftig einen angemessenen finanziellen Beitrag für den Direktzug zu übernehmen. Schließlich hält der Ersatzbus in Südtirol nicht, der Direktzug auf Südtiroler Gebiet aber 12 Mal und viele Südtiroler nützen ihn. Allerdings nimmt sich das Land Südtirol bei der Mitfinanzierung aus der Verantwortung, indem es derzeit nur 168.000 Euro jährlich mitbezahlt, aber mit den Einnahmen aus den verkauften Zugtickets 200.000 Euro verdient”, rechnen Haselwanter-Schneider und Sint vor.

Oppositionspolitiker aus Südtirol und TirolAus für Direktzug wäre Armutszeugnis für Gesamttiroler Politik!

“Der Direktzug ist ein Gesamttiroler Anliegen, ihn – ohne gleichwertigen Ersatz – einzustellen, ist ein Armutszeugnis für die Gesamttiroler Politik! Ohne Direktzug erleiden die Menschen in Ost-, Süd- und Nordtirol eine Verschlechterung. Dagegen kämpfen wir gemeinsam an!”, stellt LA Andrea Haselwanter-Schneider fest.

Zum Nachlesen – die Reaktionen auf unseren gemeinsamen Auftritt: