Fritz-Stammtisch in Kitzbühel

Circa 80 Bürger aus Kitzbühel sind im Café Praxmair zusammengekommen. Thema des Abends ist der geplante Ausbau der Bezirkshauptmannschaft auf dem Gelände des Schulparks. Der Unmut der Anwesenden über das Projekt ist groß. Nicht nur wird durch den Ausbau der letzte Park der Gamsstadt zubetoniert, sondern viele Bürger fühlen sich bei dem Projekt von der Politik zu wenig informiert und mit ihren Bedenken nicht gehört. Als Gastredner eingeladen sind Fritz Dinkhauser und Bernhard Ernst vom Bürgerforum Tirol – Liste Fritz

Die Ohnmacht der Bürger…

Nach einer kurzen Begrüßung durch Moderator und Veranstalter Horst Ebersberg eröffnet Fritz Dinkhauser die Gesprächsrunde: “Das Entscheidende ist, dass hier Menschen zusammenkommen, die Flagge zeigen, die eine Meinung haben und dafür einstehen. Ich bin froh, dass es hier Bürger gibt die sich wehren und die sich nicht alles gefallen lassen. Ich kann die lokalen Politiker aber auch das Land nur dazu aufrufen die Bürger wieder ernster zu nehmen und sie an so wichtigen Entscheidungen zu beteiligen.“

Bezirkshauptmannschaft KitzbühelKritik von den Anwesenden wird besonders an den Entscheidungsträgern des Projektes laut. Weder der Bürgermeister, noch ein Vertreter von Land oder der Bezirkshauptmannschaft sind zu der Veranstaltung gekommen um besorgten Bürgern Rede und Antwort zu stehen. „Man fühlt sich so machtlos als Bürger und das enttäuscht mich als jemand der hier geboren ist“, lautet die Wortmeldung einer Diskussionteilnehmerin. So entsteht die Frage, welche Möglichkeiten man als „einfacher“ Bürger Kitzbühels hat die Zukunft der eigenen Stadt mitzugestalten. “Politik braucht aktive Bürger”, appelliert Bernhard Ernst an die Anwesenden. „Ihr selbst müsst das Zepter in die Hand nehmen. Wie schon bei den Gemeinderatswahlen werden wir auch hier Bürgeranliegen gerne unterstützen und euch helfen.“

… und welche Maßnahmen sie ergreifen können

Bernhard Ernst schlägt 5 Maßnahmen vor:

  • Mit einem Sechstel der Unterschriften der Kitzbüheler Bevölkerung kann eine Volksbefragung initiiert werden.
  • Der Bürgermeister muss ein mal jährlich eine Bürgerversammlung abhalten.
  • Die Gemeinderäte der Oppostition können einen Antrag auf die Einsetzung eines Bürgerrates im Gemeinderat eingringen.
  • Das Raumordnungkonzept ist für den Bürgermeister bindend. Zuerst muss geklärt werden ob die Bebauung des Grundstückes überhaupt möglich ist.
  • Anfrage im Landtag an den zuständigen Landesrat Switak und Landeshauptmann Platter.

Es müssen Taten folgen!

Nach weiteren Diskussionen schließt der Veranstalter den Abend mit den Worten „Tut’s euch zusammen, sonst war das heute nur ein netter Abend aber ohne Folgen.“ Fritz Dinkhauser ergänzt: „Die Stimme des Bürgers hat Gewicht. Er muss sie nur erheben.“