Flüchtlinge am Brenner

Endlosdebatte um Asylquote nervt!

“Grundsätzlich sind wir überzeugt, dass die Asyl- und Flüchtlingspolitik europaweit geregelt und gelöst gehört. Aber natürlich hat sich auch Tirol solidarisch zu verhalten und daher hat die schwarz-grüne Landesregierung im Dialog mit den Tiroler Gemeinden den Auftrag, die in Tirol gestrandeten Menschen aufzunehmen und ihnen ein Dach über dem Kopf zu bieten. Die Endlosdebatte um die Erfüllung der Asylquote und die Streiterei zwischen der Bundes- und Landespolitik, wer jetzt an der Nicht-Erfüllung der Asylquote in Tirol Schuld ist, bringt weder den Asylsuchenden und Flüchtlingen etwas noch den Tiroler Bürger”, stellen die FRITZ-Landtagsabgeordneten Andrea Haselwanter-Schneider und Andreas Brugger fest.

Angemessene Betreuung ist vorrangig

Andrea Haselwanter-Schneider und Andreas Brugger im Landtag“Neben einem Dach über dem Kopf und einem Essen am Tisch brauchen Asylwerber und Flüchtlinge eine angemessene Betreuung. Denn vielfach sind es traumatisierte Menschen aus Kriegsgebieten, die Krieg, Tod, Hunger, Not und Leid erfahren haben. Umgekehrt haben viele Tiroler gewisse Ängste vor Asylwerbern und Flüchtlingen, wie die vielen Debatten in den Dörfern zeigen”, stellen die FRITZ-Landtagsabgeordneten Andrea Haselwanter-Schneider und Andreas Brugger fest.

Kinder, Flüchtlinge und alte Menschen: Land Tirol hat Fürsorgepflicht!

“Eine ordentliche Betreuung von Flüchtlingen und Asylwerbern verdienen sich zum einen die betroffenen Menschen und sie verhindert zum anderen mögliche Konflikte in den Dörfern. Auch wenn die Landesregierung den Betreuungsschlüssel des Bundes – eine Person ist für 170 Menschen verantwortlich – erfüllt, sollte sie sich mit der Personalsituation ehrlich, offen und rechtzeitig beschäftigen, bevor es noch mehr Ängste und Konflikte in den Gemeinden gibt. Egal ob Kinderbetreuung, Alten- und Pflegeheim oder Flüchtlingsheim – Menschen, für die das Land Tirol verantwortlich ist und deren Betreuung es übernimmt, brauchen neben ausreichend Plätzen auch gute Betreuung”, sind Andrea Haselwanter-Schneider und Andreas Brugger überzeugt.

Betreuung angemessen? Debatte dazu ist notwendig!

Laut Anfragebeantwortung der zuständigen Grün-Landesrätin Baur betreut beispielsweise im Vollversorgerheim Götzens eine Person 67 Menschen, in den Selbstversorgerheimen in Hall betreut eine Person 66 Menschen und in Zirl betreuen zwei Personen 100 Menschen. Angesichts der umfangreichen Aufgaben eines Heimleiters und des Betreuungspersonals, wie sie in der Anfragebeantwortung von der zuständigen Landesrätin aufgelistet sind, mutet die Zahl des Betreuungspersonals gering an.

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