Fritz-Stammtisch in Wörgl

 Aufsichtspflichverletzung die Erste

Bereits zum 2. Mal hat der fritzstammtisch im Unterland stattgefunden. Unter anderem Thema die Sonderprüfung des Landesrechnungshofs des Fohlenhof Ebbs. Mit rund 400.000 € jährlich wird der Fohlenhof vom Land finanziert. Durch den Antrag des bürgerforumtirol – listefritz zieht das Land Tirol jetzt Konsequenzen. Es gibt mehr Kontrolle von Förderungen durch Steuergeld und ein Konzept über Zweck und Zukunftsaufgaben des Fohlenhofes und der Haflingerzucht in Tirol. Die „In-sich-Geschäfte“ und Verflechtungen mit der privaten Firma IMEX müssen ein Ende haben. Zu lange wurden die Verhältnisse am Fohlenhof Ebbs von LR Steixner gedeckt.

Aufsichtspflichtverletzung Nr. 2

Wie beim Fohlenhof Ebbs hat auch die Regierung bei der UMIT die Aufsichtspflicht vernachlässigt. 11 Millionen € kostet der Betrieb der UMIT jährlich. Rund 3 Millionen € finanziert das Land. Den Rest muss die private Universität des Landes durch Studienbeiträge der Studierenden und durch Forschungsgelder selbst erwirtschaften. So haben die Verantwortlichen der UMIT vor allem viele deutsche Studenten „herangeschafft“, was zu hohen Studentenzahlen im Doktorratsstudium der Gesundheitswissenschaften geführt hat. Der ÖAR sah die wissenschaftliche Qualität in diesem Studienzweig nicht mehr gegeben und entzog nach mehrmaligen Warnungen dem Doktorratsstudium die Akkreditierung. Der Hauptverantwortliche ist LR Tilg. Damals als Rektor der UMIT und heute als Landesrat für Wissenschaft und Forschung.

Viele Fehler, keine Konsequenzen!

Wie schon beim Fohlenhof Ebbs so haben auch bei der UMIT die Verfehlung & Versäumnisse der Regierung keine personellen Konsequenzen gebracht, beklagen sich die Teilnehmer des fritzstammtisches. „Probleme aussitzen statt lösen“ ist die Devise der ÖVP. Für mehr “politische Ehre“ plädieren die Anwesenden!

Ebenfalls sauer stoßen die immer größer werdenden Steuerbelastungen sowie 190 Mio. € des Landes für den BBT auf. 190 Mio. € obwohl man schon weiß, dass Deutschland und Italien die Zulaufstrecken nicht realisieren, so ein Besucher des fritzstammtisches. Dass das keine Konsequenzen für den Landeshauptmann hat, kann er sich nicht erklären.