Hypo Tirol Bank

„Die Verunsicherung bei den Tirolern ist riesig. Bei der Landesbank Hypo Tirol handelt es sich nicht um irgendein Institut, sondern um die Tiroler Leitbank. Die jetzt bekannt gewordenen millionenteuren Verlustgeschäfte haben das Vertrauen in die Landesbank gewaltig erschüttert! Es geht aktuell um mehr als 20 Millionen Euro, das sind fast 280 Millionen Schilling, die in den Sand gesetzt wurden. Wer ist dafür verantwortlich? Sind die zuständigen Gremien ihrer Aufsichtspflicht nachgekommen?“, will LA Fritz Dinkhauser wissen.

Genug ist genug!

Für LA Dinkhauser hat die Landesbank aber noch ganz andere Probleme und auf diese hat er immer wieder hingewiesen. Die Liste Fritz hat die Hypo Bilanz 2008 von Finanzexperten überprüfen lassen. Die nackten Zahlen beunruhigen:

  • Die Landesbank Hypo Tirol hat die niedrigste Kernkapitalquote aller Tiroler Banken (rund 5%, Bankenschnitt Österreich 7%, Zielwert europäischer Banken 9%)

 

  • Die Landesbank Hypo Tirol handelt Swaps mit einem Volumen von 10.258.829.933 Milliarden €

 

  • Die Landesbank Hypo Tirol hat ihre riskanten und spekulativen CDS-Derivate (Credit Default Swaps, damit werden Kreditrisiken gehandelt) von 15.000.000 Millionen € im Jahr 2007 auf 103.000.000 Millionen € im Jahr 2008 aufgestockt.

 

  • Unter dem Posten „Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten“ weist die Landesbank Hypo Tirol einen Anstieg der Verbindlichkeiten von 73,498 Millionen € im Jahr 2007 auf 354,737 Millionen € im Jahr 2008 aus. Ein Anstieg um 281,239 Millionen €!

 

  • Die drei Vorstände der Landesbank Hypo Tirol haben 2008 zusammen 800.000 € verdient. Das sind mehr als 11 Millionen Schilling!

„Ich habe schon vor knapp einem Jahr einige Probleme bei der Landesbank Hypo Tirol aufgezeigt und gefordert, dass nachgeschaut wird, welche weiteren Leichen im Hypo-Keller herumliegen. Ich würde die Bank schlecht reden wurde ich damals beschimpft. Landeshauptmann Platter hat sich im Landtag sogar dazu verstiegen, wörtlich zu behaupten, dass die Hypo Bank gut aufgestellt sei! Das Ergebnis zeigen die Bilanz 2008 und die jetzt bekannt gewordenen Verlustgeschäfte. Schuld trägt nicht der, der aufzeigt, Schuld trägt der, der solche Millionenverluste zulässt!“, sagt LA Fritz Dinkhauser.

Bundes- und Landesrechnungshof sollen Landesbank Hypo Tirol prüfen!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol verlangt eine radikale Aufklärung der Millionenverluste. Die Verantwortung für die zu 100% im Landesbesitz stehende Landesbank liegt voll und ganz bei der ÖVP-SPÖ Landesregierung.

„Es ist die Aufgabe und Verantwortung von Landeshauptmann Platter aufzuräumen und nichts mehr unter den Teppich zu kehren. Es geht um das Vertrauen der Tiroler in die Landesbank. Die Bank ist angeschlagen und es braucht eine schonungslose Analyse, welche weiteren Überraschungen die Tiroler noch erwarten. Was ist mit den hochspekulativen Millionenveranlagungen, was ist mit den Partizipationsscheinen? Dienen die rund 100 Millionen Euro nur zum Löcher stopfen oder bekommen es endlich jene mehr als 35.000 Klein- und Mittelbetriebe im Land, für die wir es im Tiroler Landtag beschlossen haben? Das Maß ist voll, es braucht eine Prüfung durch den Bundes- und Landesrechnungshof!“, verlangt LA Dinkhauser.