Pflege Altersheim
„Die Gesundheits- und Sozialsprengel sind unverzichtbar! Allen knapp 1800 freiwilligen Mitarbeitern gebührt ein herzliches Dankeschön! Ohne ihre Mitarbeit würde das System zusammenbrechen! Ihnen müßten wir ein Denkmal setzen!”, meint LA Fritz Dinkhauser.

Tiroler wollen daheim statt im Heim gepflegt werden!

“Daheim nicht im Heim wollen rund 80 % der Tiroler auch bei Krankheit oder im Alter sein. Dazu müssen wir die Arbeit der Sprengel leistbar halten. Es ist eine Errungenschaft, dass sich diejenigen, die wenig haben, die Sprengel-Hilfe leisten können. Aber wir müssen auch darauf achten, dass der breite Mittelstand, etwa Pensionisten mit einer, vielleicht sogar etwas besseren Pension, sich den Sprengel künftig leisten können“, fordert Fritz-Sozialsprecherin Dr. Andrea Haselwanter-Schneider.

LA Haselwanter-Schneider unterlegt ihre Forderung mit Zahlen: So kostet etwa eine Stunde Betreuung bis zu 34 Euro. Sind beide Partner pflegebedürftig, kostet die Stunde Betreuung schon 68 Euro. Rechnet man, weil sich in einer Stunde nicht viel helfen lässt, täglich mit etwa drei Stunden, so muss das Paar schon mehr als 200 Euro pro Tag bezahlen.

Sprengel-Hilfe für alle leistbar halten!

„Die Kosten für die Betreuung sind für viele Tirolerinnen und Tiroler hoch, daher sehen wir Ansätze zu einem neuen Schwarzmarkt. Wo gibt es Pflege billiger? Das Problem wird auch deshalb zunehmen, weil die Zahl älterer Menschen zunimmt, bald wird jeder Vierte in Tirol über 65 Jahre sein, darauf muss die Landespolitik reagieren“, so Haselwanter- Schneider.

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol schlägt daher konkrete Maßnahmen vor:

  • Moderne und archetektonisch schöne Heime zu bauen ist in Ordnung, es darf aber nicht auf das „Innenleben“ vergessen werden. Das Land muss für genügend, gut ausgebildetes und anständig bezahltes Personal sorgen!
  • Weil Land und Gemeinden gar nicht genug Heime bauen und finanzieren können, muss das Land Alternativen fördern, etwa Senioren-Wohngemeinschaften, betreutes Wohnen, die Tagesbetreuung und Seniorengärten.
  • Das Land muss neue technologische Innovationen fördern, etwa Sturz-Detektoren für alte Menschen, damit sie länger zu Hause wohnen bleiben können. Sie schlagen Alarm, wenn ein alter Mensch zu Hause stürzt, es kommt sofort ein Helfer und ein alter Mensch muss nicht gleich ins Heim.

Idee der Pflegeversicherung andenken

„Die teuerste Pflege ist die Pflege im Bett, erst recht die Pflege im Bett im Heim. Es ist für das Land Tirol um ein Vielfaches günstiger, solche technischen Innovationen für die Pflege daheim zu fördern. Zusätzlich halte ich das Modell einer solidarischen Pflegeversicherung für sinnvoll. Um auch künftig für alte oder kranke Menschen die beste Pflege zu gewährleisten, braucht es neue Finanzierungsmöglichkeiten. Die Pflegeversicherung funktioniert in Deutschland schon seit 2005“, meint Andrea-Haselwanter- Schneider.