Vorbehaltsflächen Innsbruck: Ja, wenn Bürgermeister Willi & Co. zuerst ihre Hausaufgaben erledigen!

Liste Fritz verlangt zuerst Bedarfserhebung samt Zeitschiene und Plan für die notwendige, begleitende Infrastruktur

Wohnen bezahlbarer machen, lebenswertes Innsbruck erhalten!

Nachdem Bürgermeister Georg Willi allen Gemeinderäten einen Brief zum Thema Vorbehaltsflächen geschrieben hat, bekommt er heute den Antwortbrief von Liste Fritz-Gemeinderat Tom Mayer zugesandt.

"Seit zehn Jahren setzt sich die Liste Fritz für bezahlbares Wohnen ein. Mit zahlreichen Initiativen und Anträgen im Tiroler Landtag und inzwischen auch im Innsbrucker Gemeinderat. So geht etwa der 2018 gefasste Beschluss des Landtages für eine Leerstandserhebung auf einen Liste Fritz-Antrag aus dem Jahr 2016 zurück. Auch die Idee einer Autobahn-Einhausung samt Überbauung, etwa für studentisches Wohnen, in Innsbruck West hat die Liste Fritz im Landtag und Gemeinderat beantragt. Angesichts der niedrigsten Einkommen in Tirol und der ständig steigenden Wohnkosten brennt der Hut und die Politik hat Handlungsbedarf. Die durchschnittliche Miete in innsbruck beträgt 16 Euro pro Quadratmeter, das bedeutet 1.600 Euro monatlich für eine 4-Zimmer-Wohnung, was sich kaum eine Familie leisten wird können. Bezahlbares Wohnen und eine lebenswerte Stadt Innsbruck sind unser Ziel", erklären Liste Fritz-Gemeinderat Tom Mayer und LA Markus Sint.

Wohin soll sich Innsbrucks Bevölkerung entwickeln, 150.000 Einwohner oder 200.000 Einwohner?

tom mayer markus sint doppelFür die Liste Fritz müssen Bürgermeister Willi und seine Stadtregierung zuerst die Hausaufgaben erledigen, bevor das Werkzeug Vorbehaltsflächen für den geförderten Wohnbau eingesetzt werden kann.

"Folgende Fragen sind zuerst zu klären. Will sich Innsbruck in den nächsten zehn Jahren Richtung moderaten Zuzug auf 150.000 Hauptwohnsitze entwickeln oder mit massivem Zuzug und Verdichtung auf Teufel komm raus in Richtung 200.000 Hauptwohnsitze? Zu welchem Ergebnis kommt eine Bedarfserhebung samt Bedarfsplanung, vernünftiger Zeitscheine sowie Plan für die notwendige zu errichtende und zu finanzierende Infrastruktur? Von der Antwort auf diese Fragen hängt der Einsatz der Werkzeuge ab", stellt Innsbruck Gemeinderat Tom Mayer klar.

Bedarfserhebung, Bedarfsplanung, Zeitrschiene und Plan für Infrastruktur fehlen noch!

"Bürgermeister Willi & Co. haben keine Bedarfserhebung, sie wollen 7.500 bis 9.000 Wohnungen, also bis zu 20.000 zusätzliche Einwohner in den nächsten zehn Jahren, das ist eineinhalb Mal die Bevölkerung der Stadt Hall nach Innsbruck bringen. Das, lediglich auf Basis einer Bevölkerungsschätzung aus dem Jahr 2011. Willi & Co. haben auch keinen Plan, wie die dafür notwendige Infrastruktur – Kinderbetreuung, Schule, Pflegeplätze, Freizeiteinrichtungen etc. – parallel dazu errichtet und finanziert werden kann. Willi & Co. wollen mit den Vorbehaltsflächen ein Werkzeug nutzen ohne den wirklichen Bedarf zu kennen", zeigt Landtagsabgeordneter Markus Sint auf.

Drüberfahrerpolitik nicht fortsetzen!

"Bürgermeister Georg Willi von den Grünen hat mit den betroffenen Grundeigentümern nie gesprochen, obwohl es nicht mehr als 25 Betroffene sind. So setz er die Drüberfahrerpolitik seiner Vorgängerin nahtlos fort, dabei hat er diese Politik über die Köpfe der Bürger hinweg im Wahlkampf noch selbst kritisiert.Wir als Liste Fritz halten das Werkzeug Vorbehaltsflächen für machbar und einsetzbar, aber erst dann wenn Bedarfserhebung, Bedarfsplanung, Zeitscheine und Plan für die notwendige Infrastruktur auf gesicherten Füßen stehen, das ist bisher in Innsbruck nicht der Fall", erklären Gemeinderat Tom Mayer und Landtagsabgeordneter Markus Sint.

Zum Nachlesen:

Brief der Liste Fritz an Bürgermeister Georg Willi zum Thema Vorbehaltsflächen Innsbruck, 31. August 2018

Brief von Bürgermeister Georg Willi zum Thema Vorbehaltsflächen Innsbruck, 13. August 2018

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