Traktor düngt

 Der Bundesrechnungshof stellt in seinem Bericht zum land- und forstwirtschaftlichen Schulwesen fest, dass die Landwirtschaftsschulen mehr als doppelt so teuer wie die übrigen Berufsschulen sind. Die jährlichen Ausgaben pro Schüler sind bei den land- und forstwirtschaftlichen höheren Schulen des Bundes (in Tirol Kematen) mit 20.100 € und bei den land- und forstwirtschaftlichen Fachschulen – sechs davon in Tirol – mit 12.373 € im Vergleich zu den übrigen berufsbildenden mittleren und höheren Schulen mit 8.400 € wesentlich höher.

Tiroler Landwirtschaftsschulen viel teurer als übrige Berufsschulen!

„Der Bundesrechnungshof stellt klar, dass die landwirtschaftlichen Schulen die teuersten Schulen mit den teuersten Lehrern sind. In Tirol gibt es eine Schule des Bundes und sechs Landesschulen für immer weniger Bauern. Laut Bundesrechnungshof ist auch die Abschlussquoten an den Landwirtschaftsschulen in Tirol mit nur 59% sehr gering”, führt LA Fritz Dinkhauser aus.

Konsequenzen nach Bundesrechnungshof-Bericht: Bedarfsstudie zu Landwirtschaftsschulen!

“Nach diesem Bundesrechnungshof-Bericht ist nicht zur Tagesordnung überzugehen, sondern es braucht Konsequenzen. Wir verlangen eine Bedarfserhebung von einer unabhängigen Stelle. Sie soll überprüfen, wie viele und an welchen Standorten wir in Tirol Landwirtschaftsschulen brauchen bzw. welchen Sinn Zusammenlegungen machen. Schließlich geht es bei den landwirtschaftlichen Schulen um rund 20 Millionen Euro öffentliches Geld pro Jahr“, erklären LA Fritz Dinkhauser und Gottfried Kapferer, stellvertretender Obmann im Finanzkontrollausschuss, ihren Ruf nach Konsequenzen.

Fakten aus dem Bundesrechnungshof-Bericht:

  • Laut Bundesrechnungshof hat Tirol im Jahr 2009 für seine sechs Landwirtschaftsschulen mit 1.680 Schülern mehr als 24 Millionen € für Personal, Verwaltung, laufenden Aufwand und Investitionen ausgegeben und mehr als 5 Millionen € eingenommen, sodass unterm Strich 19 Millionen € an Ausgaben für 1.680 Schüler bleiben.
  • Tirol bezahlt den Lehrern an Landwirtschaftsschulen um 4.300 € (2008) mehr als das Gesetz vorsieht, was auch deren Pensionen verteuert. Insgesamt macht das pro Jahr rund 1 Million € zusätzlich aus. Tirol gewährt diese Privilegien den übrigen Berufsschullehrern – trotz gleicher Rechtslage – nicht.

Steixner verwendet öffentliche Gelder für Landwirtschaftslehrer-Zuckerl!

„Das Land stellt Landwirtschaftslehrer besser als andere Berufsschullehrer. Das ist ungerecht, erst recht weil Steixner und Co. diese Geld-Zuckerln aus öffentlichen Geldern gewähren. Das ist nicht zu dulden und nicht zu akzeptieren. Wie der Rechnungshof verlangt, sind diese Privilegien auf Kosten der Steuerzahler abzuschaffen. Zudem wirken sich derartige Privilegien für die Landwirtschaftslehrer über höhere Pensions-Belastungen jahrzehntelang auf das ohnedies immer angespanntere Landesbudget aus“, sagen Dinkhauser und Kapferer.