Bürgerversammlung

Angefangen bei den GRW über die neuesten Entwicklungen bei den Agrargemeinschaften sowie Fohlenhof Ebbs, Integration, das neue Rettungsgesetz und vieles mehr.

  • Die Gemeinderatswahlen sind geschlagen. Bei diesen Wahlen besonders auffällig war die große Beteiligung von Bürgerlisten und parteifreien Bürgerbewegungen. Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol ist bei den Gemeinderatswahlen bewusst nicht als Gruppierung angetreten, sondern hat es sich zum Ziel gemacht, die lokalen Bürgergruppen finanziell sowie strategisch zu unterstützen. 15 Listen sind diesem Aufruf gefolgt, mit teilweise großem Erfolg. Fritz Dinkhauser ist von dieser neuen Entwicklung zu immer mehr unabhängigen Bürgergruppen begeistert. Insgesamt 640 von 950 Listen sind ohne Partei oder Bündnisbezeichnung bei den Gemeinderatswahlen angetreten. „Dafür bin ich angetreten, dass sich die Bürger immer mehr selbst zur Wehr setzen!“ Das entspricht auch dem Geist, der bei der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol vorherrscht.

  • Ebenfalls Thema die Ausschreibung des Tiroler Rettungswesens, die sich zu einer immer größeren Katastrophe entwickelt. Das billigste Angebot der an der Ausschreibung teilnehmenden Organisationen übersteigt mit 50 Millionen Euro pro Jahr die bisherigen Kosten von 27 Millionen um fast die Hälfte. Ausgaben für bisher vom Roten Kreuz angebotene zusätzliche Dienste wie Jugendarbeit, Erste-Hilfe-Kurse, Blutspendedienst oder Kriseninterventionsteams nicht einberechnet.

    Den Kern allen Übels sieht LA Bernhard Ernst in der Formulierung des neuen Rettungsgesetzes, das von einer großen Beraterfirma aus Deutschland mitgestaltet wurde. Klar zu sein scheint, dass die Ausschreibung auf ausländische Konzerne zugeschnitten war. Durch die neuen, von der Landesregierung beschlossenen gesetzlichen Rahmenbedingungen ist der Kommerzialisierung des Tiroler Rettungswesens Tür und Tor geöffnet. Das heißt: Die Ehrenamtlichen werden vor die Türe gesetzt während die internationale Konzerne eingeladen sind mit den Tirolern viel Geld zu verdienen. Inwiefern die Landesregierung von dieser Entwicklung profitiert ist weiterhin unklar. Die Tiroler werden es auf jeden Fall nicht tun, ist Bernhard Ernst überzeugt.

  • So manches Gemüt kochte bei der lebhaften Debatte zum Thema Integration und Einwanderung hoch. Auch beim Fritz-Stammtisch hat sich gezeigt, dass die Verunsicherung bei vielen Tirolern groß ist. „Unsere Aufgabe ist es aufzuklären, Ängste abzubauen und nicht zu radikalisieren aber auch nichts schön zu reden“, betont LA Dr. Andreas Brugger. Er vergleicht das Thema Integration mit einer Lawinenverbauung. Diese wird ja schließlich auch nicht im Tal gebaut, sondern dort wo die Lawine abbricht. Genauso sollte das auch im Umgang mit dem Thema Integration passieren.
Besonders wichtig für Fritz Dinkhauser die Fragen, Anregungen und Diskussionsbeiträge der Anwesenden. Er stellt klar „Wir leben von euren Ideen und Erfahrungen, denn eine Politik für die Bürger kann auch nur von den Bürgern kommen! Meine Leidenschaft ist ungebrochen!“