Tunnel

Seit Jahrzehnten wird über den Brenner Basistunnel debattiert, seit Jahren daran geplant. Für die Befürworter des Milliardenprojektes BBT, das Management wie Teile der Landes- und Bundespolitik, musste daher klar sein, dass es Flächen für die Deponierung von Tonnen an Ausbruchsmaterial brauchen wird.

Wie sich jetzt herausstellt, haben sich aber nicht die beiden Gesellschaften im Besitz der öffentlichen Hand untereinander über die Flächen geeinigt, sondern es ist ein privates Unternehmen zum Zug gekommen. Die Kosten für die Steuerzahler steigen dadurch enorm.

Deal als Sittenbild der herrschenden Günstlingspolitik!

„Das ist der Stil der Politik bei Großprojekten. Ein Sittenbild der herrschenden Günstlingspolitik. Wo genau die Tonnen an Ausbruchmaterial deponiert werden sollen, können im Jahr 2004 und davor nur bestimmte, verantwortliche Personen in der Brenner Basistunnel Gesellschaft gewusst haben. Sie waren für die Planung des Milliardenprojektes verantwortlich, damit wohl auch für die Frage, wo deponiert werden soll. Trotzdem haben sie sich nicht um die Flächen gekümmert, sie nicht reserviert oder sich gesichert”, erklärt LA Fritz Dinkhauser.

Verdacht auf Insider-Geschäft zum Schaden der Bürger!

“Der Verdacht liegt nahe, dass Insider-Informationen weitergegeben und damit gewisse Seilschaften begünstigt wurden. Übrig bleiben bei solchen Deals die Bürger, die die Zeche zahlen. Wir hoffen auf volle Aufklärung und gehen davon aus, dass die Staatsanwaltschaft wie im Fall von Alt-Landeshauptmann Alois Partl von sich aus tätig wird und diesen Deal näher untersucht“, sagt LA Fritz Dinkhauser.

Deal als Vorgeschmack auf Brenner Basistunnel-Projekt!

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol ist dieser Fall ein Vorgeschmack auf das, was die Tiroler und Österreichischen Steuerzahler vom Milliardenprojekt Brenner Basistunnel erwarten müssen, wenn es tatsächlich umgesetzt werden sollte.

„Es ist ungeheuerlich, dass sich zwei Gesellschaften, die den Bürgern gehören und von ihnen finanziert werden, nicht um das Wohl der Bürger scheren. Sie haben es offensichtlich unterlassen, sich die Flächen für die Deponierung zu reservieren bzw. zu sichern. Eindeutig zum Schaden der Bürger. Das lässt für einen eventuellen Bau des BBT Schlimmes erwarten und gibt jenen Recht, die eine dramatische Verteuerung des BBT-Projektes befürchten. Wie sich derartige Megaprojekte drastisch verteuern können, beweist in Tirol der Bau der Unterinntaltrasse, auch dort haben sich die geplanten Baukosten verdoppelt“, so LA Dinkhauser.