Zwei Helikopter in Tirol

Marktgemeinde Matrei in Osttirol besitzt schon Hubschrauberlandeplatz

In der Marktgemeinde Matrei in Osttirol gibt es einen bestehenden Heliport, der im Eigentum der Gemeinde steht. Betrieben wird der Hubschrauberlandeplatz von der Firma Heli Tirol von Roy Knaus. Seit mehreren Jahren läuft das Genehmigungsverfahren für einen zweiten Hubschrauberlandeplatz im Ortsteil Seblas in der Marktgemeinde Matrei in Osttirol.

“Nachdem die betroffenen Anrainer über den Stand des Genehmigungsverfahrens nicht informiert sind und an keine schlüssigen Informationen kommen, wollen wir Aufklärung, wie weit das Genehmigungsverfahren fortgeschritten ist. In der schriftlichen Anfrage geht es uns nicht um die Frage, ob Osttirol zwei Hubschrauber braucht, sondern um die Frage, ob die 4.700 Einwohner Gemeinde Matrei in Osttirol zwei Hubschrauberlandeplätze braucht. Schließlich gibt es in Matrei einen bestehenden und geeigneten Hubschrauberlandeplatz”, stellen Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider und Bezirkssprecher Markus Sint klar.

Andrea Haselwanter-Schneider und Markus Sint von der Liste FritzAnrainer fürchten mehr Lärm durch zweiten Hubschrauberlandeplatz!

Die Anrainer des geplanten, zweiten Hubschrauberlandeplatzes fürchten sich vor der Lärmzunahme durch die startenden und landenden Hubschrauber und haben Bürgermeister und Gemeinderat deshalb eine Unterschriftenliste gegen den geplanten Hubschrauberlandeplatz übergeben.

“Ein zentraler Punkt für die betroffenen Bürger ist die Frage des Lärms. Nachdem ÖVP-Landesrat Tilg zugegeben hat, dass vom geplanten, zweiten Hubschrauberlandeplatz in Seblas nicht nur überwiegend Rettungsflüge, sondern auch Versorgungflüge für Schutzhütten sowie Flüge für die Wildbach- du Lawinenverbauung geplant sind, müssen die Anrainer natürlich ganzjährig mit wesentlich mehr Starts und Landungen rechnen. Wir wollen wissen, ob es inzwischen ein Lärmgutachten gibt und zu welchen Ergebnissen dieses kommt”, erläutert Andrea Haselwanter-Schneider.

Liste FRITZ bringt neuerlich schriftliche Anfrage im Landtag ein!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol hat im Juni 2012 mittels schriftlicher Anfrage Aufklärung zum geplanten, zweiten Hubschrauberlandeplatz im Landtag verlangt und im August 2012 vom zuständigen ÖVP-Landesrat Bernhard Tilg in seiner schriftlichen Anfragebeantwortung einige Antworten bekommen. Es sind aber noch mehr offene Fragen geblieben.

“ÖVP-Landesrat Tilg hat den Lärm des geplanten, zweiten Hubschrauberlandeplatzes in Matrei mit dem Lärm der Hubschrauber in Innsbruck verglichen und gemeint, in Innsbruck seien mehr Anwohner vom Lärm betroffen. Das ist unzulässig und untragbar gegenüber der Bevölkerung von Matrei. Es ist lächerlich, den Lärm in einer Stadt mit Hubschrauberlandeplatz und Flughafen mit einem Dorf in Osttirol zu vergleichen”, hält Bezirkssprecher Markus Sint fest.

Liste FRITZ will offene Fragen klären

Mittels einer weiteren schriftlichen Anfrage, die die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol im Februar-Landtag 2014 gestellt hat, soll der Stand des Genehmigungsverfahrens, die Notwendigkeit eines zweiten Hubschrauberlandeplatzes und die Ergebnisse eines etwaigen Lärmgutachtens öffentlich bekannt gemacht werden.

“ÖVP-Landesrat Tilg hat angekündigt, die Zahl der Hubschrauber in Tirol reduzieren zu wollen, von derzeit 15 auf dann 10 Hubschrauber. Tilg hat noch nicht erklärt, welche 5 Hubschrauber wegfallen sollen. Bis Klarheit herrscht, wie viele Hubschrauber das Land Tirol überhaupt stationiert haben will und wie viele es auch finanzieren wird, soll man mit dem umstrittenen Genehmigungsverfahren für einen zweiten Hubschrauberlandeplatz in Matrei in Osttirol zuwarten”, meinen Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider und Bezirkssprecher Markus Sint.

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Foto: rth.info