Baustelle

“Wohnen in Tirol ist teuer und wird immer teurer. Mieten von 800 € und mehr für eine Sozialwohnung bei durchschnittlich 1200 € Einkommen werden zum zentralen sozialen Problem. ÖVP und SPÖ unterstützen die Bodenlobby, die Baulobby und die Bankenlobby anstatt die Bürger. Diese ´3 B` sind politisch gemacht und politisch zu verändern. Wenn wir diese ‘3 B’ angehen und das ist machbar, dann garantiere ich, dass Wohnen in Tirol um 30% günstiger werden kann. Das teure Wohnen in Tirol, egal ob bei sündteuren Baugründen, Häusern, Eigentums- oder Mietwohnungen, ist nicht gottgewollt, sondern politisch gewollt”, erklären Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider und Fritz Dinkhauser.

Zum Nachschauen:

“Wohnen in Tirol frisst dich auf”

Durchschnittspreise für eine Mietwohnung (freier Markt, ohne Betriebskosten)(Quelle: immobilien.net)

Landkarte Wohnkosten in Tirol

Auch soziale Mietwohnungen sind teuer in Tirol!

Mietwohnungen der Gemeinnützigen in Tirol – beispielsweise eine 80 m2 Mietwohnung im Großraum Wörgl – kosten inklusive der Betriebskosten über die gesamte Laufzeit von 35 Jahren gerechnet durchschnittlich 11,15 € pro m2. Das ergibt bei einer 80 m2 Mietwohnung durchschnittliche Kosten von 892 €.

“Angesichts der schlechtesten Einkommen in ganz Österreich überlasse ich es jedem selber, ob er bei monatlich 892 € Kosten nur für Miete und Betriebskosten noch von einer Sozialwohnung reden will. Es braucht niemand wundern, dass immer mehr Tiroler nicht wissen, wie sie die hohen Wohnkosten bezahlen sollen. Das ist absolut unsozial und lässt sich ändern, wenn die Landesregierung das auch will”, stellt Andrea Haselwanter-Schneider klar.

Das umfangreiche „3 B-Konzept“ der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol:

  1. Bodenpolitik: Jede Gemeinde muss ohne Einschränkungen günstiges Freiland kaufen können und dieses zum gleichen Preis an Gemeinnützige für den sozialen Wohnbau weitergeben. Eine Klage beim Verfassungsgerichtshof dazu haben wir eingebracht.
  2. Baupolitik: Gemeinnützige in Salzburg bauen nachweislich um mindestens 10% günstiger als in Tirol. Ein Grund sind u. a. die zu hoch angesetzten angemessenen Baukosten in der Tiroler Wohnbauförderung. In Tirol sind es 1.900 €, in Salzburg 1.726 € pro m2 Nutzfläche. Sie sind politisch zu senken.
  3. Banken- und Wohnbauförderpolitik: Salzburg fördert bei Mietwohnungen 100% der Gesamtbaukosten zu einem über die gesamte Laufzeit gleichbleibenden Zinssatz von 1,5%. Ein Bankendarlehen braucht es daher nicht! Tirol fördert nur 45% der Gesamtbaukosten bei Mietwohnungen zu durchschnittlich 3,5%, den Rest von 55% müssen Tiroler über ein Bankendarlehen zu derzeit noch billigen 3% finanzieren.

 

Salzburg baut mit neuer Wohnbauförderung mehr Sozialwohnungen

Salzburg verfügt nur über 1,5 Milliarden € Wohnbaufördergelder, Tirol über 3,5 Milliarden € Wohnbaufördergelder. Trotzdem ist die Neugestaltung der Wohnbauförderung (2006 erfolgt) erfolgreich. Salzburg hat – laut Jahresstatistik 2010 der Österreichischen Gemeinnützigen – zwischen 2006 und 2010 mehr Sozialwohnungen gebaut als Tirol:

  • Salzburg: 7.235 Wohnungen
  • Tirol: 5.995 Wohnungen

Salzburger sparen sich zwischen 80 € und 100 € monatlich!

“Die Salzburger spüren die neue Wohnbauförderung direkt. So sparen sie sich über die gesamte Laufzeit durchgerechnet bei einer 80 m2 Mietwohnung monatlich etwa 80 € und bei einer 95 m2 Eigentumswohnung etwa 100 € monatlich. Das ist eine große Erleichterung für viele, denen die Ausgaben fürs Wohnen über den Kopf wachsen. Unseren Antrag, die Tiroler Wohnbauförderung neu zu gestalten, lehnen ÖVP und SPÖ nächste Woche im Landtag ab. Sie blockieren damit günstigeres Wohnen für die Tiroler. Und das wider besseres Wissen, denn die Salzburger Wohnbauförderung zeigt Erfolge, günstigeres Wohnen ist machbar. Wir geben nicht auf und kämpfen weiter für Veränderung!”, verspricht Fritz Dinkhauser.